Alle Artikel mit dem Schlagwort: Veränderung

Ist das Leben schön? Manchmal ja.

Wir zelebrieren den Mangel – und werden immer unzufriedener

Erst letzte Woche passierte es wieder: „Och Anja, Dein Optimismus und Deine gute Laune sind manchmal echt eine Herausforderung!“  Wobei „Herausforderung“ hier gern auch durch „nervig“ oder  „anstrengend“ ersetzt werden darf.  Und tatsächlich hab ich mich schon daran gewöhnt, als Gute-Laune-Bär ab und an anzuecken. Mittlerweile setzt in solchen Momenten dann so eine Art Reflex bei mir ein: Ich muss die Person, die das sagt, SOFORT umarmen. Das wiederum löst dann gern ein kurzes Brummen & Augenrollen bei eben dieser Person aus – bevor sie aufgibt und in breites Grinsen verfällt. Und ich mit. Und manchmal auch noch Leute drumrum… Letzte Woche aber war es ganz anders: Da ging dieser Bemerkung ein wirklich lang anhaltender Jammermonolog voraus, der etwas mit mir machte… Die Person sprach u. a. darüber, dass das Hotel im Urlaub nicht so gut wie erwartet gewesen sei. Dass aber die paar Tage ja wichtig gewesen wären, da ja sonst keine Zeit für Pausen sei, weil es immer so viel zu tun gäbe. Und überhaupt, wie wenig in der Firma für die Mitarbeiter …

Was brauche ich?

Was ich will & was ich brauche

Manchmal ist es sehr ruhig hier auf dem Blog. Und auf Facebook. Und auf Instagram… Meist ganz ohne Ankündigung. Und ohne Plan. Eher passiert es einfach, dass von Zeit zu Zeit Bedürfnisse anklopfen und sich zu mir setzen. Und wir dann reden. Über das Leben. Und wie es sich so anfühlt. Manchmal auch über diese wilde schnelle Zeit da draußen… Und ganz oft, da geht es auch darum, wie ICH diese wilde schnelle Zeit erlebe, wie ich durch meine Tage gehe. Warum ich mache, was ich mache. Und wie es mir damit geht. Und ob tatsächlich ICH da unterwegs bin oder ob der Autopilot angesprungen ist und ich renne und renne und renne… gesteuert von den alten Geschichten… wie etwa dieser hier: „Bäh!“ Ich stehe vorm Spiegel und strecke mir ausgiebig die Zunge raus… Der Tag ist gerade wenige Stunden alt und schon doof! Und ich auch! Und das Leben sowieso! Nichts will wie ich will… Ich habe heute einen wirklich wichtigen Termin – und fühle mich wie Kunstrasen. Schlapp. Müde. Krank. Und wie ich …

Ich habe Angst

Ach Angst…

Wer hier schon länger mitliest, kennt die Geschichte hinter diesem Blog. Weiß, dass es mir nicht darum geht, dieses Leben immer toll zu finden, sondern vielmehr bewusst hinzuschauen, in welcher Vielfalt es uns begegnet, was es für uns bereithält – und auch, was es uns lehren will… … Vorhin beim Aufräumen fiel mir ein Spruch in die Hände zum Thema „Angst“… und ich setzte mich in Ruhe hin und ließ sie kommen… die Erinnerungen an meine Angst. Und daran, wie präsent sie lange Zeit in meinem Leben war…  Diese Angst, nicht gut genug zu sein. Nicht dazuzugehören. Fehler zu machen. Nicht gemocht zu werden… Immer war sie mit dabei, wenn ich morgens rausging, um dieses Leben zu leben… Und immer wieder hielt sie mich auf, wenn ich mit strahlenden Augen und voller Schmackes irgendwo lang wollte, wo ich noch nicht war… Hielt mich zurück und erzählte mir, dass das nicht geht. Und dass ich das nicht kann. Und was ich alles verlieren könnte, wenn… Bisweilen auf sehr brutale Art und Weise! Wie an diesem einen …

Druck. Druck und Eigenverantwortung

Von Druck. Druck & der eigenen Verantwortung

Es ist Samstagmorgen fünf vor halb acht. Ich sitze mit verschränkten Beinen an meinem großen Holztisch und beobachte den Sohn, der sich gemütlich anzieht. Wirklich sehr gemütlich… Dabei weiß ich (und er weiß das auch), dass nachher, also eigentlich jetzt gleich, Fußballturnier ist. Und eigentlich müsste das hier alles schneller gehen. Zackzack irgendwie. Ihr wisst schon… Aber hier zackzackt keiner. Ich schaue mich vorsichtshalber noch einmal um: Nö! Der Mann grinst mich an und nippt an seinem frisch gebrühten Kaffee. Ich chille weiter am Holztisch und beobachte das Kind beim Anziehen. Und das Kind – genau. Zieht sich weiter in Ruhe an. … Warum ich Dir von dieser Situation erzähle? Weil sie außergewöhnlich und wunderbar ist. Und kostbar. Und weil wir als Familie einen langen Weg gegangen sind, um diese Situation genau SO zu erleben. Und weil mich das unendlich dankbar macht… Denn vor wenigen Jahren noch hätte dieser Morgen ganz anders aussehen können… Weil wir beiden Erwachsenen vielleicht ein wenig mehr so drauf waren, dass  das Leben schnell, hart und rauh sein muss. Und voll. …

Wie werde ich satt? Es ist ein Weg...

Uns geht es gut wie nie… Aber sind wir wirklich satt?

Letzte Woche habe ich auf Instagram & Facebook über Gemeinschaft geschrieben. Und das Feedback hat mich echt umgehauen! Also im positiven Sinne… Denn auch, wenn für mich „Miteinander“ unglaublich wichtig ist, war mir nicht klar, WIE groß auch bei Euch die Sehnsucht nach mehr WIR in unserer Gesellschaft ist. Nach mehr Gemeinschaft, Wärme und gegenseitiger Unterstützung. Das hat mich – da bin ich ganz ehrlich – zutiefst berührt & irgendwie auch nicht mehr losgelassen die letzten Tage… Ja, es hat richtiggehend meinen Alltag begleitet. In Gesprächen, Diskussionen, Beobachtungen… Und je mehr ich beobachtete, desto mehr fiel mir auf, dass wir in einem unglaublichen Spagat zu leben scheinen… Einem Spagat zwischen dem tiefen Wunsch nach Wärme und Gemeinschaft & einer  Realität, deren „Kälte“ mich oft fassungslos macht!  Wie ich das meine? Nun, „eigentlich“ geht es uns so gut wie lange nicht mehr! Und „eigentlich“ müssten wir jeden Tag mit einem breiten Grinsen durch die Gegend laufen. Aus lauter Dankbarkeit für all das, was uns vergönnt ist… Doch genau das Gegenteil ist es, was ich in meinem Alltag beobachte: Kälte. …

Fremdbestimmung

Wieviel Fremd-Bestimmung verträgt Dein Leben?

Manchmal passieren Themen einfach hier auf dem Blog. So wie heute. Grund für den folgenden Beitrag sind verschiedene Einflüsse der letzten Tage. Artikel, Gespräche, Interviews… Und es ging immer wieder um Frausein. Muttersein. Um Arbeiten und Kinderhaben. Und um Gleichberechtigung. Und nein, dies hier wird kein glühender Aufruf in die eine oder andere Richtung (weil ich ganz einfach daran glaube, dass jeder Einzelne und jede Familie für sich ihren individuellen Weg finden und leben möge). Vielmehr wird dies (glaube ich) eine sehr persönliche und subjektive Auseinandersetzung mit einem Thema, was für mich irgendwie darunter liegt. Grundsätzlicher ist. Es geht um Selbstbestimmung und Fremdbestimmung… Bewerten bringt nichts Und das kam so: Als ich gestern in der Badewanne lag, las ich einen Beitrag einer Frau, die auch Mutter ist. Es ging um ihr Leben. Jetzt. Und vor den Kindern. Und was sich wie verändert hat und wie sie das findet… Und ja, ich mag solche Beiträge wirklich gern, zeigen sie mir doch immer wieder neue Blickwinkel auf, machen mir die Vielschichtigkeit von „Leben“ bewusst – auch wie …

Und wo bleibe ich?

Und wo bleibe ich?

Dieser Beitrag ist euch, meinen Lesern, zu verdanken. Weil ihr nicht „nur“ lest, sondern da seid. Mit mir seid. Fragt. Mir euer Vertrauen schenkt. Und ich finde es so unfassbar schön, was hier möglich geworden ist. Auf diesem kleinen Flecken Internet. … Liebe Leserin, gerade habe ich deine Mail gelesen. Und auch du stellst mir diese Frage, wie das denn gehen soll, mit der „Zeit für sich“… Mit dem „für sich sorgen“… Und du fragst, wie man denn in einen Tag, der gefühlt eh schon 48 Stunden hat, noch solche Zeitinseln für sich einbauen soll. Inseln, wo man dann auch WIRKLICH runterkommt. Und wie ich das denn mache, gerade auch mit der Familie… und ob das nicht recht egoistisch ist… Und schon beim Lesen der ersten Sätze spüre ich deine Not, deine Verzweiflung. Auch Ungeduld in den Worten… Und du schreibst: „[…] ja, so viele sprechen davon, wie wichtig es ist, Zeit für sich zu haben. Doch wie soll es gehen? Wie bitte ist der Weg? Niemand sagt, wie es geht! […]“ … Sei nicht …

Meditation

… selbstbewusster werden! Nicht (mehr) mein Weg.

Neulich wieder. Ich sitze beim Friseur und stöbere in Frauenzeitschriften. Wie ich das liebe!!! Alle paar Wochen… Aber egal. Was ich eigentlich sagen will – ich blättere gerade so in Zeitschrift XY, da springt mir in großen grellen Lettern entgegen: „Selbstbewusster werden! Ein Leitfaden in 5 Schritten.“ So oder so ähnlich stand es da… Ich merkte, wie plötzlich Wut in mir hochkochte. Dabei bin ich selbst ein Mensch, den man auf den ersten Blick wohl landläufig als „selbstbewusst“ bezeichnen würde. Schon als Kind, so erzählt man sich, habe ich „die Bühne“ geliebt. Habe gesungen und getanzt und keinerlei Scheu gezeigt. Und auch später, im Studium und im Job, drängelte ich mich gern in die erste Reihe, liebte es, vor Menschen zu stehen, zu sprechen, andere zu begeistern und etwas voranzubringen… Was also war gerade das Problem? Was machte mich so wütend? Scheinbar hatte mir mein Selbstbewusstsein doch geholfen, im Leben voranzukommen… „Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler.“  Ja, scheinbar war ich vorangekommen… Scheinbar. Aus heutiger Sicht würde ich mein …

Kreuz und quer statt geradeaus

Kreuz und quer statt geradeaus

Wer mir in den sozialen Medien folgt, hat möglicherweise mitbekommen, dass ich letzte Woche Geschwistertime hatte… Mein Bruder & ich waren gemeinsam auf einem Konzert (hach, toll war‘s… aber ich schweife ab). Auf jeden Fall – es ging ewig nicht so richtig los… Also nutzten wir die Zeit sinnvoll und waren albern. Sehr albern. Und machten Fotos. Von unseren Füßen zum Beispiel. Und als ich mir ein paar Tage später eben diese Fotos anschaute (weil ich eigentlich etwas anderes suchte und nicht finden konnte;-)) – da war sie plötzlich, die Idee zu einem Beitrag. Zu diesem Beitrag. Unsere Füße. Auf dem einen Bild. Kreuz und quer… Und was hatten wir für einen Spaß, weil wir immerzu kurz vorm Umkippen waren… … Kreuz und quer statt geradeaus… eine wirklich gute Beschreibung dafür, wie sich alles aktuell so anfühlt… Und soll ich Dir etwas verraten? Es ist wunderbar! „Häää? Wie jetzt?“ wirst Du vielleicht denken… Ja, Du hast richtig gehört – es ist wunderbar!!! Unvorhersehbar wunderbar! … Denn genau darum geht es doch heute sooft in unserem …

Erfüllst du noch Erwartungen oder lebst du schon?

Lebst Du schon oder erfüllst Du noch Erwartungen?

Seit gefühlten Stunden werkle ich in meiner Küche herum. Ohne erkennbaren Grund – und was noch viel schlimmer ist: ohne erkennbare Fortschritte. Ich stelle Ding A nach B, dann Ding C nach D undsoweiterundsofort… Und überhaupt, immer diese Aufkleber auf dem Obst… Ist nicht wahr!!! Ich pule tatsächlich Aufkleber vom Obst?!?!?! Hab ich nix anderes zu tun??????????? Oh doch. Hab ich. Da wären Artikel zu schreiben, ein Kursabend vorzubereiten, E-Mails zu beantworten… Aber ich kann nicht. Ich bin blockiert. Und die innere Stimme streckt mir trotzig die Zunge raus: „Bäh!“ … Ich setze mich auf meine Bank im Wohnzimmer und nehme ein paar tiefe Atemzüge… Was ist da los? Warum bin ich so widerwillig? Ich liebe doch, was ich tue?! … Auch Minuten später mault die innere Stimme noch immer leise vor sich hin: „Bäh! Nein! Nein!! Und Nein!!!“ Doch ich bleibe geduldig. Ich bleibe dran. Schließe die Augen… Spüre Verspannungen im Nackenbereich, Kopfschmerzen… Und ein Strom von Gedanken ist da… Doch das Sitzen tut (trotz allem) gut… Der Kontakt mit mir tut gut… Später …