Alle Artikel mit dem Schlagwort: Loslassen

LIA | Lachen ist gesund

Sag JA zu Deinem NEIN

Na? Heute schon JA gesagt und NEIN gespürt? Es während des Aussprechens schon genau gewusst, dass das keine gute Idee ist? Und trotzdem freundlich gelächelt und genickt? … weil Du helfen wolltest? … weil Du gut dastehen wolltest? … weil Du anerkannt & gesehen werden wolltest? … weil Du es in den Augen Deines Gegenübers richtig machen wolltest? … weil Du besser sein wolltest als […]? … weil Du Angst hattest? … weil Du gar nicht drüber nachgedacht hast und es einfach immer so machst? … Ganz schön steile Thesen, die ich da aufstelle,… oder hast Du vielleicht doch an der ein oder anderen Stelle gestockt? Genickt? Bist vielleicht sogar ein wenig ins Grübeln gekommen? Wunderbar! Dann sind wir in Verbindung. Schwingen auf der gleichen Frequenz… denn ja, auch ich kenne diese Situationen, komme in diese Situationen. Erwische mich immer noch ab und an dabei, dass ich JA sage, obwohl gerade ein NEIN dran wäre… Und genau deshalb ist dieser Text auch auf gar keinen Fall als erhobener Zeigefinger gemeint, sondern vielmehr als kleiner, liebevoller …

Ruhe annehmen - die Natur machts vor

Über dieses „zur Ruhe kommen müssen“ so kurz vorm Advent…

Bähm! Mitte November is durch! … und im Radio sagen sie diese Woche, dass es noch 40 Tage bis Weihnachten sind. Nur noch 40 Tage bis zum Fest der Liebe also… Quietschend hüpfe ich auf dem Autositz hin und her und freu mich – mein Sohn schaut mich komisch an. Und auch in den Gesichtern der meisten Leute, bei denen ich das Thema in den darauffolgenden Tagen mal anschneide,  lese ich eher Panik bis Verzweiflung als wohlige Vorfreude… Da wird von noch gefühlten 15 Weihnachtsfeiern in Büro, Schule, Kita, Sportverein, Freundeskreis & was weissich erzählt. Und von Familien-Hin-und-Her wegen der Feiertage: wer wann wie wo mit wem was macht… Von Druck, den man hat, DIE Plätzchen zu backen, wirklich hübsch zu dekorieren, Adventskalender mit WOW-Effekt zu basteln, sinnvolle und vor allem nachhaltige Geschenke zu shoppen,… Von Weihnachtsbaumsucherei, Weihnachtsmarktbesucherei, Weihnachtsessenaussucherei und -auftafelei, etc. pp… Und von all dem, was in der Adventszeit auf Arbeit noch fertig werden muss, damit man dann die paar ruhigen Tage um Weihnachten auch wirklich mal ohne „Zwischenfälle“ aus dem Büro genießen kann… …

Was wäre, wenn?

Was wäre, wenn…?

Ihr Lieben – ja, mich gibt es noch… Auch, wenn es hier die letzten Wochen wirklich wirklich ruhig war 😉 Irgendwie ist es immer so bei mir – kommt der Herbst, kommt der Rückzug… Wobei ich das gar nicht negativ meine. Ganz im Gegenteil. Ich liebe Herbst und Winter. Genau die Zeit also, die uns irgendwie auf uns zurückwirft… in der es vom Außen wieder mehr ins Innen geht… Und gerade in diesem Jahr merke ich, dass es mir besonders gut tut nach all dem Trubel und der Aufregung der letzten Monate (Umzug, Schulanfang vom großen Kind, Hausbau, Schwangerschaft, …) Dieses Innehalten, in mich gehen, hineinspüren, was jetzt dran ist und was warten, ja vielleicht auch gehen darf… So hat mir zum Beispiel das Schreiben in den letzten Wochen unheimlich gefehlt – mehr noch aber die Zeit, all das, was da gerade passiert, wirklich wahrzunehmen, zu be- und verarbeiten… mich also gut um mich zu kümmern. Und da ich ohne Balance nicht schreiben kann, musste das eben erst einmal warten. … Vielleicht kennst Du das …

Haus auf dem Land - Leben ist ansteckend

Mein Rezept fürs Leben? Mehr Mut & weniger Pläne!

„Boah! Ihr habt ja Mut!“ Nicht nur einmal hörte ich in den vergangenen Tagen und Wochen diese Worte, wenn ich auf unsere aktuellen „Pläne“ angesprochen wurde und davon erzählte… Und als ich Pfingsten so auf meiner Liege in Mamas Garten rumlümmelte, dachte ich darüber nach, warum das wohl so rüberkommt & wieviel Plan tatsächlich (noch) in unserem Leben steckt. Und wieviel Mut… Unser 2018: Hausbau, Umzug aufs Land & Einschulung vom Sohn Tatsächlich! Wir bauen ein Haus. Und ich freue mich wirklich jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn ich auf der Baustelle bin… Husche durch die „Räume“, renne mindestens fünf Mal außen drumherum, muss ständig alles anfassen… Und stehe am Ende meines „Rundganges“ dann jedesmal noch eine kleine Weile ganz ruhig mittendrin… Und IMMER ist da diese Ressonanz, diese Wärme, diese Stimmigkeit. Ganz ehrlich: Dieses Haus wollte zu uns, trotz aller Widrigkeiten…  Denn tatsächlich ist es so, dass wir schon 2014 diesen unsagbar schönen Flecken Erde am Wald kauften… Ach, und die romantische Idee, vielleicht ein Ferienhäuschen in meiner alten Heimat… die ist sogar noch …

Ich habe Angst

Ach Angst…

Wer hier schon länger mitliest, kennt die Geschichte hinter diesem Blog. Weiß, dass es mir nicht darum geht, dieses Leben immer toll zu finden, sondern vielmehr bewusst hinzuschauen, in welcher Vielfalt es uns begegnet, was es für uns bereithält – und auch, was es uns lehren will… … Vorhin beim Aufräumen fiel mir ein Spruch in die Hände zum Thema „Angst“… und ich setzte mich in Ruhe hin und ließ sie kommen… die Erinnerungen an meine Angst. Und daran, wie präsent sie lange Zeit in meinem Leben war…  Diese Angst, nicht gut genug zu sein. Nicht dazuzugehören. Fehler zu machen. Nicht gemocht zu werden… Immer war sie mit dabei, wenn ich morgens rausging, um dieses Leben zu leben… Und immer wieder hielt sie mich auf, wenn ich mit strahlenden Augen und voller Schmackes irgendwo lang wollte, wo ich noch nicht war… Hielt mich zurück und erzählte mir, dass das nicht geht. Und dass ich das nicht kann. Und was ich alles verlieren könnte, wenn… Bisweilen auf sehr brutale Art und Weise! Wie an diesem einen …

Über Wünsche zu Weihnachten

Wie ich meine Wünsche zu Weihnachten verlor

Es ist der erste Advent 2017. Der Tag, an dem ich meine Wünsche zu Weihnachten verlor. Ich bin gerade aufgewacht. Allein in meinem „Kinderzimmer“. Da, wo ich früher so gerne war und wo ich heute mit Mann und Maus unterkomme, wenn wir hier sind. Bei meinen Eltern. Von weitem höre ich den Kleinen, der gerade nach dem Opa ruft… Dann das Klappern des Ofentürchens im Keller. Dann wie Opa antwortet, die Treppe hochkommt und die Stimmen gemeinsam weggehen und leiser werden. Ich bleibe noch ein wenig so liegen. Genieße dieses warme, wohlige Gefühl, welches sich da gerade in mir breit macht. Zuhause. Ich bin zuhause. In so vielerlei Hinsicht… Irgendwann stehe ich auf. Gehe zu dem großen Fenster, das ich schon damals so sehr liebte. An dem ich saß, wenn ich Liebeskummer hatte. Oder andere Sorgen. Hier, in meinem alten Kinderzimmer… Wie schön es hier ist, denke ich, während mein Blick über die Landschaft gleitet. Schön. Still. Vertraut. Und ich tauche ganz ein. In diesen Moment. Höre nur verschwommen noch den Kleinen, wie er weiter auf …

Landleben

LIA goes Landleben… und du kommst mit!

„Kannst Du mich bitte mal in den Arm kneifen?“… Ich stehe auf einer Wiese. Neben mir mein Mann, der mir mit Schmackes in den Oberarm zwickt. Und beide müssen wir lachen. Und weinen. Und beim Weinen wieder lachen. Denn es ist nicht irgendeine Wiese, auf der wir hier stehen, sondern unser Traum im Erzgebirge, der vor ungefähr sechs Jahren genau als solcher begann… Aber von vorn: Wie gesagt – mehr als sechs Jahre ist es her, da standen mein Mann und ich fast an gleicher Stelle und er erzählte mir von einem Traum, den er in der Nacht zuvor gehabt hatte. Darin gab es ihn und mich auf einem Balkon. Unserem Balkon. Und er erzählte, dass wir beide in seinem Traum da standen und runterschauten. Auf ein Kind, das da spielte… Unser Kind. Was man in diesem Zusammenhang vielleicht wissen muss: Mein Mann lebte zu dieser Zeit in München, ich in Chemnitz. Wir waren beide unabhängig, frei, beruflich engagiert und pendelten jedes Wochenende. Kind? Nicht in Sicht… Und als wir an diesem Tag da so …

Und wo bleibe ich?

Und wo bleibe ich?

Dieser Beitrag ist euch, meinen Lesern, zu verdanken. Weil ihr nicht „nur“ lest, sondern da seid. Mit mir seid. Fragt. Mir euer Vertrauen schenkt. Und ich finde es so unfassbar schön, was hier möglich geworden ist. Auf diesem kleinen Flecken Internet. … Liebe Leserin, gerade habe ich deine Mail gelesen. Und auch du stellst mir diese Frage, wie das denn gehen soll, mit der „Zeit für sich“… Mit dem „für sich sorgen“… Und du fragst, wie man denn in einen Tag, der gefühlt eh schon 48 Stunden hat, noch solche Zeitinseln für sich einbauen soll. Inseln, wo man dann auch WIRKLICH runterkommt. Und wie ich das denn mache, gerade auch mit der Familie… und ob das nicht recht egoistisch ist… Und schon beim Lesen der ersten Sätze spüre ich deine Not, deine Verzweiflung. Auch Ungeduld in den Worten… Und du schreibst: „[…] ja, so viele sprechen davon, wie wichtig es ist, Zeit für sich zu haben. Doch wie soll es gehen? Wie bitte ist der Weg? Niemand sagt, wie es geht! […]“ … Sei nicht …

Meditation

… selbstbewusster werden! Nicht (mehr) mein Weg.

Neulich wieder. Ich sitze beim Friseur und stöbere in Frauenzeitschriften. Wie ich das liebe!!! Alle paar Wochen… Aber egal. Was ich eigentlich sagen will – ich blättere gerade so in Zeitschrift XY, da springt mir in großen grellen Lettern entgegen: „Selbstbewusster werden! Ein Leitfaden in 5 Schritten.“ So oder so ähnlich stand es da… Ich merkte, wie plötzlich Wut in mir hochkochte. Dabei bin ich selbst ein Mensch, den man auf den ersten Blick wohl landläufig als „selbstbewusst“ bezeichnen würde. Schon als Kind, so erzählt man sich, habe ich „die Bühne“ geliebt. Habe gesungen und getanzt und keinerlei Scheu gezeigt. Und auch später, im Studium und im Job, drängelte ich mich gern in die erste Reihe, liebte es, vor Menschen zu stehen, zu sprechen, andere zu begeistern und etwas voranzubringen… Was also war gerade das Problem? Was machte mich so wütend? Scheinbar hatte mir mein Selbstbewusstsein doch geholfen, im Leben voranzukommen… „Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler.“  Ja, scheinbar war ich vorangekommen… Scheinbar. Aus heutiger Sicht würde ich mein …

liebe ist bedingungslos

Was muss ich tun, um geliebt zu werden?

Zu Besuch bei meinen Eltern. Mittagszeit. Wir alle haben gut gegessen. Nun grinsen wir uns gegenseitig kurz an und dann verzieht sich jeder irgendwohin. Denn nach einem guten Mittagessen ist daheim am Wochenende RUHEZEIT… Jeder wie er will. Hauptsache ne Pause… Ich für meinen Teil schau mir mein Kind an, das den ganzen Vormittag draußen getobt hat und befinde, dass es eine gute Idee ist, mich mit ihm ins Bett zu kuscheln. Keine fünf Minuten später schläft der Räuber, obwohl er mir natürlich vorher noch mehrmals versichert hat, dass er KEIN BISSCHEN müde ist… Da liegt er nun, der süsse Kerl… Ich beobachte ihn noch eine Weile und schlafe wohl irgendwann darüber ein… … Ich werde wieder wach, als der Sohn über mich drüber aus dem Bett krabbelt. Er will zu Oma… Dann höre ich als nächstes die Türklingel. Dann Lachen. Dann meinen Bruder und seine Freundin. „Ach wie schön.“, denke ich und beschließe aufzustehen. Treppe runter, voll und ganz damit beschäftigt, die Augen nach dem Schläfchen irgendwie aufzubekommen,… steht da breit grinsend mein Bruder… …