Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mut

Du darfst…

Es ist Mittwoch Nachmittag. Ich sitze auf meiner geliebten Bank draußen am Wald. Die Sonne scheint. Die Kinder toben freudig und mit Schokoschnute um mich herum… Und während das so alles um mich ist, ist in mir Chaos. Unruhe. Sorge. Angst. Und Ohnmacht. Ich nehme das Handy, poste auf Instagram, dass ich überreizt bin. Frage danach, wie es Euch geht. Und erfahre – auch von Euch sind Viele nicht o.k. … Und wisst Ihr was? Das ist o.k.!  Ganz ehrlich… Glaubt mir, ganz oft schaut man mich – die Achtsamkeitstrainerin – mit großen Augen an (oder schreibt mir verblüffte Nachrichten), wenn ich davon spreche, dass es mir nicht gut geht. Dass ich überreizt bin. In Sorge vielleicht. Angst habe. Traurig bin. Ganz so, als stünde es jemandem, der anderen Menschen doch zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit verhelfen möchte, nicht zu, diese Gefühle zu haben. Geschweige denn, das auch noch öffentlich zuzugeben. Dabei ist es doch aber gerade DAS, was den Unterschied macht… 😉 Wie ich das meine? Nun, wir Menschen kommen auf diese Welt. …

Bank im Grünen. Beschreibung dessen, was mir guttut.

LIA-Podcast: Danke Krise!

Vorangestellt: Ich freue mich riesig, dass Du da bist & Dir die Zeit nimmst, diesen Podcast zu hören… Bitte denke aber daran: Alles, was ich erzähle, sind ganz persönliche Erfahrungen, mein ganz persönlicher Weg…  Ich bin kein Profi, was Depressionen angeht und daher der Hinweis: Im Fall einer Erkrankung oder auch bei Verdacht auf Vorliegen einer Depression gibt es HIER wertvolle Informationen, wo Du Hilfe findest. … Nachdem ich vor einigen Tagen eeendlich den für die Podcast-Aufnahme nötigen Adapter aus dem Briefkasten gefischt hatte, war ich frohen Mutes, dass es nun zeitnah werden würde mit meinem Projekt.Und so saß ich Anfang dieser Woche verstöpselt und verkabelt am neuen Rechner und legte los… Besser gesagt: Ich wollte loslegen. Zwei, drei fixe Tests im Programm und schon drückte ich frohgemut & etwas aufgeregt den „Aufnahme-Button“.  Was dann passierte, weiß ich nicht mehr. Das Thema ergriff regelrecht Besitz von mir und ich redete und gestikulierte und rutschte auf meinem Stuhl rum und Bähm! Fertig! Wow! Was war das denn? Ich mein – dass ich das Medium mag. Ja… Aber …

Über Bedürfnisse & die Harmonie-Lüge

Gestern Abend hab ich noch spät eine Talkshow geschaut. Unter anderem sprach ein bekannter Politiker & Mediziner zur aktuellen Corona-Lage… Ich war geschockt. Nicht darüber, was er sagte, sondern wie er es sagte!  Wie wir die Dinge sehen Na Danke! Da saß ich nun und spürte, dass der Mann es echt geschafft hatte, mich (die eigentlich immer das Positive zuerst sieht) so richtig runterzuziehen… Und dabei will ich ihm gar nicht absprechen, dass er in der Sache recht hat. ABER: Die Art, wie wir Dinge kommunizieren, benennen und welchen Blickwinkel wir dabei einnehmen, ist eben auch wichtig. Und ich glaube, genau hier liegt einer der Punkte, der uns gerade so schafft… Ich motiviere mir nämlich hier jeden Tag „einen Wolf“, um (vor allem bei den Kids) die Stimmung hoch zu halten, aber da draußen, da gibts gefühlt nur miese Stimmung, schlechte Nachrichten, Einsamkeit in Endlosschleife und Leute, die sich noch gegenseitig das Leben schwer machen! Ganz ehrlich – ich verstehe jeden, der gerade am Limit läuft und platt ist von diesem Kack-Virus und allem, was …

Über den ersten Schritt

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung aufgrund von Profilnennungen. Es ist jetzt 6:51 Uhr am Morgen. Ich sitze in meinem Büro hier im Haus am Berg und schreibe. Neben mir flackert eine Kerze und ich spüre tiefe Zufriedenheit… Vor einigen Jahren sah es um diese Zeit anders aus*. Ganz anders. Ich weiß noch, es war im Januar 2015 – da kaufte mein Mann mir ein Handy, legte es vor mir auf den Tisch & sagte: „Probier es doch aus. Nur die Nummern, die Dir guttun…“ Und mir schossen die Tränen in die Augen, weil mich die Vorstellung, mit anderen Menschen zu kommunizieren, komplett überforderte.  Schlichtweg Panik auslöste… Weinen heilt Und so verbrachte ich den gesamten Vormittag damit, zu weinen und das Handy auf dem Tisch anzustarren… Abends war ich dann soweit, die Nummer meiner Eltern einzuspeichern. MEINER ELTERN!! Im nachhinein bin ich ihnen so dankbar, dass sie dieses Feingefühl besaßen, zu warten. Und so machte ich mich ganz zaghaft auf den Weg & mit diesem Messengerdienst vertraut, auf dem man sich Bilder hin und herschicken konnte… Ich …