Das wahre Glück.
Kommentare 2

Kein Freitagnachmittag wie jeder andere

die innere Stimme hören

Es ist Freitagnachmittag und ich putze gerade in unserem Bad herum. Das macht mir keinen Spaß, ist aber nun einmal Teil meines Alltags (ja, auch mein Alltag ist nicht nur Glück pur ;-)…

Und wie ich da so vor mich „hinputze“, da ist sie wieder… diese Gedankenlawine, die sich grau und trist durch meinen Kopf schiebt… Gedanke an Gedanke an Gedanke… Das geht heute schon den ganzen Tag so…

Gefühlt eine Million dieser Dinger wabbern unmotiviert in meinem Kopf umher. Unmotiviert und laut. Und durcheinander. Und kommen dauernd wieder. Und ich denke: das hab ich doch vorhin schon mal gedacht… Wuuuahhhh…

Früher war ich in solchen Momenten besonders gereizt, ausgelaugt, traurig, wütend… Auch zu anderen.

Ich unterbreche meine Arbeit. Lege das Putzzeug weg. Setze mich auf die Fliesen im Bad. Und höre meinen Gedanken zu… Und werde ein wenig traurig – denn ich komme ziemlich schlecht weg… Es geht im Großen und Ganzen um mich als Person, um meinen Weg, um die Dinge, die ich tue – und um die Dinge, die ich nicht tue… Um Erwartungen, die ich enttäusche, … um Fehleinschätzungen, Frust und Fehler.

… mal wieder.

Ich bleibe sitzen. Bleibe ruhig sitzen. Ohne Widerstand gegen mein Innenleben. Wie lange? Ich weiß es nicht mehr… Doch irgendwann passiert etwas. Der Gedankensturm nimmt ab. Er wird ruhiger. Weniger. Leiser… Und etwas anderes in mir wird.

Es ist meine innere Stimme… meine eigene innere Stimme… noch leise, zart, etwas ängstlich… aber sie ist da. Ich kann sie ganz deutlich fühlen… Ich öffne die Augen. Und da ist eine Gewissheit.

Diese Gedanken von vorhin, … Das ist nicht (mehr) meine Realität.

Klar, es gibt sie. Und klar, sie werden immer wiederkommen… jahrelang haben sie ja quasi Regie geführt in meinem Kopf und mir mein Leben diktiert…Verständlich, dass sie auch weiterhin versuchen werden, sich Gehör zu verschaffen. Doch es sind eben nur Gedanken. Und es gibt einen Weg, sie zum Schweigen zu bringen. Um endlich das wahrzunehmen, was dahinter liegt, was mich ausmacht, was ich bin…

Danke Achtsamkeit.

Teilen macht glücklich:

Share on FacebookTweet about this on TwitterEmail this to someonePrint this page

2 Kommentare

  1. Manche Gedanken, auch die grauen und schwarzen darf man auch mal kommen lassen und dann einfach wegwischen, so wie man die Kalkspritzer im Bad wegwischt, weil sie zwar immer wieder kommen, nur sie müssen ja nicht dominant sein, diese Kalkflecken 😉

    Danke für deine Gedanken

    • Anja

      Der Vergleich ist mehr als passend 🙂 Danke dafür… und was ich wirklich bemerkenswert finde: Lasse ich Gedanken – von welcher Art sie auch sein mögen – zu und wehre mich nicht dagegen, verändert sich bei mir ganz von selbst etwas. Eben durch das „so sein lassen“…

      Ganz liebe Grüße
      Anja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.