Das wahre Glück.
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Wie schnell dreht sich dein Hamsterrad?

Erdbeerblatt

Gestern musste ich in einen dieser Einkaufstempel in die Stadt… „Müssen“ deshalb, weil ich es einfach nicht (mehr) mag. Das Angebot überfordert mich und meist kaufe ich am Ende gar nichts – oder Dinge, die mir zu Hause nicht mehr gefallen. Nun gut. Anderes Thema…

Ich schlendere also so durch die Gänge, da fällt mir eine Frau auf, die ein kleines Kind an der Hand hat. Und sie fällt mir besonders deshalb auf, weil sie rennt und das Kind mehr oder weniger hinter sich her schleift. Natürlich könnte man jetzt sagen: „Ah, ja – wie rücksichtslos…“. Aber darum geht es mir nicht.

Die Momentaufnahme von den beiden war es, die mich so beschäftigt [hat]. Eine gestresst wirkende Frau mit einem kleinen wütenden Kind. Beide unglücklich. Beide in der Situation gefangen. Irgendwie.

Ich kenne das.

Viel zu früh am Morgen aufgestanden, beginnt das Hamsterrad sich zu drehen. Tausend Dinge stehen an. Und dann läuft man los. Arbeitet ab. Tut und macht. Mit dem Körper hier, mit dem Kopf dort. Und zwischendurch schnell ein Brötchen vom Bäcker gegessen. Nur nicht aus dem Tritt kommen. Und alle anderen müssen mit laufen, sonst funktioniert der Plan nicht.
Auch die Kinder.

Dabei sind sie die besten Lehrer, wenn es um Achtsamkeit geht – darum, ganz im Moment zu sein. Wenn man sie lässt. Und wenn man den Mut hat, sich darauf einzulassen – und sein Hamsterrad ab und an einfach für einen Moment stoppt…

Und deshalb habe ich mir heute morgen ganz in Ruhe das Erdbeerblatt* betrachtet, welches mein Sohn auf dem Weg zum Kindergarten freudestrahlend anschleppte. Von allen Seiten hab ich es mir angeschaut. Mit ihm gemeinsam. Schön war`s…

* O-Ton Sohn

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1 Kommentare

  1. Jessy B. sagt

    Liebe Anja.
    Mein Hamsterrad dreht sich momentan sooooooo schnell, dass ich mich am Sonntag panisch frage: „was ist mit meiner Woche passiert“? Morgens um 5 klingelt der Wecker-aufstehen, Kind wecken, Kind in die Kita bringen und ab auf Arbeit, nachmittags halb 5 wird das Kind geholt, dann heim, zwei Stunden spielen, Kind ins Bett, Haushalt, lernen und „Zack“ ins Bett- 22.00 Uhr. Wie schaffen das denn alle anderen? Das Schlimmste an der ganzen Sache ist das Gewissen was behauptet: „Du kümmerst dich zu wenig um dein Kind, deine Freunde siehst du auch nicht und zum duschen hattest du wohl auch wieder keine Zeit“!? Ich respektiere alle, die trotz alledem noch superglückliche Menschen sind. Ich hoffe, dass ich irgendwann (weil jetzt undenkbar) zu deiner Lebenseinstellung gelange. Respekt dafür, Respekt an dich! Jessy 🙂

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