Die einfachen Dinge.
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Mach dir deinen Alltag schön!

Dein Alltag – Freund oder Feind? Na na na, nicht das Gesicht verziehen. Der arme Kerl hat aktuell eh kein besonders gutes Image. Nicht umsonst gibt es Redewendungen wie „dem Alltag entfliehen“ oder „eine Auszeit vom Alltag nehmen“… Oft wird er einfach nur als lästig empfunden und gern würde man ihn abschütteln. Aber nix is. Weil der Job ruft, das Konto ächzt, die Familie nach Nahrung und Entertainment schreit. Undsoweiterundsoweiter. Ja, der Alltag, er hat auch mich fest im Griff. Und seine Freunde heißen Routine, Stress und Müdigkeit…

Moment, wie war das? Nochmal zurück… Der Alltag hat MICH fest im Griff?

Was schreib ich denn da… Viel zu negativ. Viel zu passiv. Und noch dazu stimmt es nicht. Denn der Alltag kann ja schließlich nichts dafür, dass viele ihm keine Chance geben, ihn nicht gestalten, sondern einfach so an sich vorbeiziehen lassen. Mit all den negativen Assoziationen.

Und deshalb hier und heute der Aufruf: Mach dir deinen Alltag schön!

Was das bedeutet? Nun, in regelmäßigen Abständen [so alle zwei Wochen] gibt es zukünftig hier auf dem Blog ganz persönliche Ideen und Tipps, wie du dir deinen Alltag schön machen kannst. Praxiserprobt und für gut befunden. Und wenn dir etwas davon gefällt, dann probiere es einfach aus und teile deine Erfahrungen mit mir. Egal, ob über einen Kommentar auf dem Blog, eine Nachricht auf Facebook, eine E-Mail an anja@lebenistansteckend.de oder oder oder… Also dann, los geht`s:

Raus aus den Federn und ab an die frische Luft.

Vielleicht rollst du jetzt mit den Augen. Aber Tipp Nummer 1 ist: Stehe 10 Minuten vor allen anderen in der Familie auf, ziehe dir eine dicke Jacke über und geh direkt nach draußen. So müde, so verpeilt, so muffelig du vielleicht auch noch bist. Mache es. Atme ein. Atme aus. Beobachte. Laufe. Oder auch nicht. Genieße. Diese 10 Minuten. Nur für Dich.

Stelle etwas her – mit deinen eigenen Händen.

Vielleicht kennst du das? Häufig fehlt uns in unserer digitalisierten Welt am Ende des Tages das Gefühl, nicht nur etwas geschafft, sondern etwas „geschaffen“ zu haben. Mein Tipp: Nimm dir am Abend Zeit dafür. Bei den Naturkindern findest du eine wunderschöne Idee, die perfekt zu dieser Jahreszeit passt und einfach umsetzbar ist. Neugierig? Dann einfach hier entlang.

Tue jemandem etwas Gutes.

Diese Idee ist ganz einfach umzusetzen und macht gleich zwei Menschen glücklich… probiere es aus. Ganz spontan. Dir fällt nix ein? Eine kleine Geschichte dazu von mir: Vor kurzem saß ich frühmorgens im Wartezimmer einer Arztpraxis. Ich war nicht selbst Patient, sondern begleitete jemanden. Neben uns saß eine ältere Dame mit ihrer Tochter. Wir warteten und warteten… Plötzlich stand die Tochter auf: „Ich hole mir nebenan beim Bäcker einen Kaffee. Mögen Sie auch einen haben?“ Ja, sie meinte tatsächlich mich. Oh, das war …! Denn es war noch so früh und ich war müde und hatte noch nicht gefrühstückt und und und. Tolle Frau.

Plane einen Genuss-Abend pro Woche.

Nimm dir deinen Terminkalender. Gleich jetzt. Sofort. Und dann trage dir bitte in jede kommende Woche einen „Genuss-Abend“ ein. Als festen Termin. Nur für dich. Was du dann machst, ist ganz allein deine Entscheidung. Vielleicht ein schönes Essen kochen, einen Freundinnenabend, eine Yogastunde nur für Dich, einen fernsehfreien Abend mit dem Partner genießen, einen Abend für Dein Hobby, eine gute Flasche Wein, einen Spaziergang im Dunkeln… Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Lass jeden Tag eine Sache weg.

Mit diesem Tipp geht es deiner To-do-Liste an den Kragen. Und glaub mir, sie wird sich dagegen wehren. Also, sei stark und konsequent und lasse pro Tag eine Sache weg, die zwar dringend erscheint, aber nicht wichtig ist. Das macht pro Woche 7! Dinge weniger…

Und jetzt warte ich ganz gespannt auf dein Feedback.

Teilen macht glücklich:

10 Kommentare

  1. Rudi Püchner sagt

    Ja, ich bin ein Mann und trau mich jetzt auch einen Kommentar zu schreiben. Ein Kommentar, der Dir vielleicht nicht so ganz gut gefallen wird, denn er geht sehr kritisch mit Dir um…
    Ich kam auf Deine Seite über einen Chatter in Feierabend.de. Der hat da groß Reklame (sorry, sagt man ja nicht, eher noch Werbung) gemacht für neue Magazine für die Generation über 50. Und dabei erwähnte er, dass diese Magazine von Procter&Gamble gesponsert werden. Dabei ging bei mir das Rotlicht an. Und er erwähnte eben auch Deine Seite. Deshalb bin ich da. Das, was Du schreibst, liest sich gut. Keine Frage. Es sind aber auch einige Allgemeinplätze darunter und eigentlich nichts neues, wenn man mit offenen Augen und einem offenen Herzen durchs Leben marschiert. Was mich ein wenig stutzig gemacht hat, ist Deine Berufsbeschreibung als Marketingfrau. Marketing hat ja viele Facetten, die Werbung ist eine davon. Es gibt deren sehr lustige, aufrüttelnde, beschreibende, aufklärende, verführerische, manipulative, verdummende und neben vielen weiteren auch die den Verbraucher oder Konsumenten täuschende. Also wenn Du im Bereich des B-to-C Marketings tätig warst/bist, dann hast Du ja nicht nur dem Auftraggeber gegenüber eine Verpflichtung eingegangen, sondern hast auch eine moralische den Kunden gegenüber. Und möglicherweise auch gegenüber Kreaturen, die leider nicht selbst entscheiden können, ob sie an diesem „Geschäft“ partizipieren wollen. Jetzt bin ich endlich bei P&G. Dieses Unternehmen ist ja massiv im Bereich der Kosmetik-Konsumgüter aktiv, ein Multimilliardenkonzern. Der nicht vor unsäglichem Tierleid zurück schreckt, um die Verträglichkeit der Substanzen zu testen. Ich hoffe, Du machst Dir Deine Hände, vielleicht auch nur unbewusst, damit schmutzig, indem Du diesen Barbaren bei der erfolgreichen Vermarktung behilflich bist.
    Das wollte ich einfach mal los werden. Zu wenige Marketingstrategen zeigen ein Herz für Tiere (und uns Menschen gleichermaßen), nur des Profits Willen…..

    • Lieber Rudi,

      zuerst einmal danke ich Dir für Deine offenen Worte… Wer schreibt und Kommentare wünscht, der sollte auch damit klarkommen 🙂 Vielleicht glaubst Du es nicht – aber ich habe mich sehr über Deinen Beitrag gefreut! Du bringst verschiedene Dinge gut auf den Punkt. Thema „Allgemeinplätze“: Ja, genau… Ich schreibe auf meinem Bolg nix Neues. Ich ändere nur ab und an den Blickwinkel darauf… Weisst Du, früher bin ich mit tausend Sachen im Kopf durch die Welt gestürzt und habe die kleinen feinen Geschenke des Alltags völlig aus dem Blick verloren gehabt… Das passiert in unserer schnellebigen Zeit leider vielen Menschen… und das sagen sie mir auch in Mails und Kommentaren auf diesem Blog. Und daher freue ich mich, dass ich den ein oder anderen mit meinen ganz persönlichen Gedanken inspirieren/sensibilisieren darf, wieder Kontakt zu bekommen zu den einfachen Dingen im Leben. Das treibt mich an…

      Zu meiner Berufsbeschreibung: Ja richtig, ich habe viele Jahre als Marketingfrau gearbeitet – im B2B-Bereich… und ich verstehe gut, dass bei Dir die rote Lampe angeht, denn JA, es gibt – wie überall – solche und solche… 🙂 Für mich war es eine gute und wichtige Erfahrung. Aktuell jedoch gibt es „nur“ meine Familie, dieses Blog und eine neue Ausbildung im Bereich „Achtsamkeit“. Weil neue Wege im Leben wichtig sind… und weil ich mir gewünscht habe, genau auch solche Kontakte knüpfen zu können.

      Ich würde mich freuen, wenn wir uns wieder lesen.

      Liebe Grüße
      Anja

  2. Liebe Anja,
    was für ein wunderschöner Blog 🙂 Und dieser Text gefällt mir besonders gut. Es ist so wahr! Danke dafür 🙂 Freue mich, nun öfter bei dir lesen zu können, da ich dich erst ganz frisch entdeckt habe!
    Liebe Grüße, Nora

  3. Liebe Anja,
    sooo schön geschrieben und ganz wunderbare Vorschläge ein besseres, bewussteres Leben zu führen! 🙂
    Frische Luft: Ich gehe jeden Tag mit meinem Hund spazieren – das ist meine tägliche „Meditation“ und befreit mich ungemein!
    Stelle etwas her, mit eigenen Händen: Dafür habe ich meinen Garten! Blumen und Gemüse pflanzen und eine lebenswerte Welt für alle kleinen Mitgeschöpfe – von der Meise zum kleinen Käferchen – damit zu schaffen, gibt mir ganz viel Lebensfreude und Inhalt.
    Tue jemandem etwas Gutes: Ich hoffe, das tue ich ganz oft – versuche zumindest immer daran zu denken – und sei es nur mit einem netten Lächeln und einer lieben Begrüßung beim Hundespaziergang; das rettet so manchen über seine schlechte Laune hinweg! Als ich krank war, half mir das sehr oft, wenn andere mich lieb begrüßten und mir alles Gute wünschten.
    Den Genuss-Abend werde ich mir bestimmt noch einführen – vielen Dank für die tolle Anregung! Lass jeden Tag eine Sache weg – ich glaube, das mache ich schon, alleine aus Selbstschutz heraus 😉

    Freue mich schon auf Deinen nächsten Post!
    Alles Liebe, Claudia (vom Blog Schwesternwerk)

    • Liebe Claudia,

      danke für deine Zeilen … es tut so gut, am „anderen Ende“ Leser wie dich zu haben…Schwestern im Geiste 🙂

      Bis ganz bald!
      Anja

  4. judith Müller sagt

    ich habe schon soviel gelesen und mit Sicherheit auch einige von deinen Tips, aber heute kamen sie richtig bei mir an. Danke

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