Alle Artikel mit dem Schlagwort: Liebe

Hallo Baby

Hallo Baby!

Es war ein chaotischer heißer Sommertag inmitten von Koffern und Umzugskartons, als die Worte zum ersten Mal fielen… Schon die ganze Woche hatte ich so ein Gefühl gehabt. Und so ein verdächtiges Strahlen in den Augen, wie mein Mann später sagte 😉 Nun war es Gewissheit… und wir beide überglücklich! Wie wir da saßen inmitten unserer Kisten & Kartons und uns anhimmelten wie zwei verliebte Teenager – nie werde ich diesen Moment vergessen:  „Hallo Baby!“ Zwei kleine Worte, die so viel Glück und Freude in unser Leben gebracht haben – und mittlerweile fest zu uns gehören, als Bestandteil eines ganz zauberhaften Rituals… Denn der große Bruder in spe, der sich schon so so lange ein Geschwisterchen gewünscht hatte, flüstert sie jeden, wirklich jeden Morgen sofort nach dem Aufwachen ganz leise und liebevoll meinem Bauch zu…  „Hallo Baby!“ Leise und liebevoll… das beschreibt unsere Familie insgesamt gerade ziemlich gut… und leise und liebevoll fühlt sich auch diese Schwangerschaft irgendwie an. Ganz sachte ist sie in unser Leben gekommen (wir hatten kaum noch zu hoffen gewagt)… Und ganz …

Weihnachtsstress

Wie ich das mit dem Weihnachtsstress mache?

Gestern, nachdem ich das gefühlt 1000-ste Weihnachtsmarkt-Bild auf Instagram gepostet habe, erreichte mich die Frage einer lieben Leserin, wie ich das denn alles so mache. Mit diesem ganzen Weihnachtsstress… Ist ja doch recht viel zu tun und bei mir wirkt es so, als wäre ich total relaxed. Und irgendwie dauernd auf dem Weihnachtsmarkt 🙂  Und da habe ich mir gedacht, ich schreib mal darüber, wie das bei uns so läuft in der (Vor)Weihnachtszeit. Und wie wir das als Familie mit Weihnachten so handhaben. So ein wenig über unsere Weihnachtsamkeit eben… Generell muss man wissen, dass Weihnachten und die Zeit davor für mich persönlich schon immer eine Herzenssache ist. Ich bin aufgewachsen in einer Region Deutschlands, in der Weihnachten DIE Zeit des Jahres ist. Viele Rituale, viele Traditionen, viele Lichter, viel Glanz. Und besonders in der Vorweihnachtszeit bin ich sowas von verknallt in mein Erzgebirge… Doch manchmal, manchmal bin ich auch ein wenig traurig. Dann nämlich, wenn ich dort und anderswo Menschen erlebe, die diesen ganzen Glanz im Außen nicht (mehr) auf ihr Inneres übertragen können… …

Du & Ich Liebe zum Kind

DU & ICH

Ganz allmählich wirst Du wach neben mir… und ich muss schmunzeln, denn eingeschlafen bist Du gestern in Deinem Bett. „Na, was machst Du denn hier?“ flüstere ich leise. Als Antwort bekomme ich patsch! einen Arm um den Hals geschmissen und zwei kleine kalte Füße in den Bauch gedrückt. Große Liebe. … ganz still liege ich da, möchte diesen Moment am liebsten in ein großes Einweckglas packen. Irgendwie. Und ein wenig später, wir liegen immernoch verkuschelt beisammen, höre ich Dir zu, als Du anfängst zu erzählen… von Deinem Traum letzte Nacht, Deinem Wackelzahn und wie ich den denn finde, von der Turnstunde gestern und dem Ballspiel mit dem Fangen und und und… Wachquatschen nenne ich gern, was Du da jeden Morgen mit mir machst. Und gleichzeitig ist es der schönste Start in den Tag, den ich mir vorstellen kann. Plötzlich springst Du auf, rennst los. Nur um gleich darauf mit der neuen Brotbox unterm Arm wieder vor meinem Bett zu stehen und weiter zu quatschen. Ohne Punkt und Komma. Ich ergebe mich verliebt und stehe auf. …

aus dem Herzen leben

Aus dem Herzen heraus leben

Ich bin noch ganz verschwurbelt*, denn ich hatte Familienzeit. Man kann auch Urlaub sagen, aber mit dem Wort hab ich es persönlich nicht so… Da schwingt mir zu oft „Rettungsanker“, „Auszeit vom Leben“ oder auch ein tiefer Seufzer mit… Und ein „Das habe ich mir jetzt aber verdient!“ Und das ist es für mich so gar nicht. Deshalb habe ich es ein wenig umbenannt. Aber ich schweife ab… Ich hatte also Familienzeit. Und mein Herz hüpfte schon Tage vorher bei der Vorstellung, meine kleine Familie nicht nur am frühen Morgen und zum Abendessen bei mir zu haben (wenn überhaupt), sondern 24 Stunden! Und das viele Tage lang! Wobei: der Sohn ohne seine Kindergarten-Kumpels, der Mann ohne Termine, ich ohne meine Schreiberei… Würde das gutgehen? Familienzeit – Wie wird es sein? Meine Gedanken drehten Dauerschleife… Und ich fragte mich ernsthaft, was sie mir wohl sagen wollten. Ja, die „schönste Zeit des Jahres“ ist etwas, das viele Menschen herbeisehnen, worauf sie regelrecht das ganze Jahr hinleben (siehe oben)… Da sind Erwartungen im Spiel. Wie es sein soll. …

Kurs gegen Stress

Ich lieb Dich so groß wie der Flughafen in München

Ich gebe es zu – in den letzten beiden Wochen war ich nicht wirklich gut drauf – ‚ich lieb dich‘ war sehr schwierig zu fühlen… Ich kenne das von früher. Rastlos, gereizt, vollgestopft mit Selbstzweifeln, von Perfektionismus getrieben… So stapfte ich durch den Tag und ärgerte mich auch noch darüber. Hatte gefühlt keine Zeit für die Dinge, die mir wichtig sind… und auch darüber ärgerte ich mich. Wie das kam? Ich hatte zu sehr nachgegeben. Den alten Mustern. Den alten Dämonen. Hatte mir meine Tage viel zu voll gestopft anstatt Raum zu lassen… Raum für mich, um Innezuhalten, zu meditieren, in den Wald zu gehen, mich wirklich und ehrlich auf mein Kind einzulassen… Ein wenig kam es mir vor, als hätte mich die Vergangenheit eingeholt… oder vielmehr, als hätte ich mich von meiner Vergangenheit einholen lassen. Ein Rückfall? Konnte es das geben? Mit all dem Wissen, was ich mittlerweile hatte? Achtsamkeit und ‚ich lieb dich‘ Dann, gestern, der rettende „Zufall“. Ein Termin, der nicht klappte. Zeit… unverhoffte Zeit… Ich holte mein Meditationskissen raus und nahm Platz. …