Alle Artikel mit dem Schlagwort: Leben

Ruhe

Warum Freitag der 13. mich mal kann…

Boah! Da ist man noch nicht einmal richtig wach, schon steht er auf der Matte. Dieser Freitag der 13. … Find ich persönlich ja ein wenig aufdringlich, aber naja. Großkotzig und breit grinsend steht er da und ruft mir zu: „Hey Du Menschlein! Hier bin ich! Nimm Dich in Acht!“ Und ich, überfordert und verschlafen, schau kurz nach links und rechts. Checke die Lage. Und bin verwirrt. …  Denn es is nix…. Der Kater liegt schnurrend im Sessel, der Mann macht in der Küche gerade Kaffee für uns beide und das Kind ist freiwillig im Bad. Zähne putzen. Hä? Was denn nun jetzt? Guter Tag? Schlechter Tag? Kann mir bitte mal jemand helfen? Der Typ da auf der Türschwelle isses ja wohl anscheinend nicht. Oder doch? Naja, ein wenig realitätsfremd erscheint der mir schon… Dieser Freitag der 13. Ich schalt mal das Radio ein… Nicht, dass ich mir so früh am Morgen womöglich noch eigene Gedanken machen muss… Oh toll. Fröhlich dudelt es vor sich hin, dieses Radio, … und ich sitze auf der Eckbank. …

Und wo bleibe ich?

Und wo bleibe ich?

Dieser Beitrag ist euch, meinen Lesern, zu verdanken. Weil ihr nicht „nur“ lest, sondern da seid. Mit mir seid. Fragt. Mir euer Vertrauen schenkt. Und ich finde es so unfassbar schön, was hier möglich geworden ist. Auf diesem kleinen Flecken Internet. … Liebe Leserin, gerade habe ich deine Mail gelesen. Und auch du stellst mir diese Frage, wie das denn gehen soll, mit der „Zeit für sich“… Mit dem „für sich sorgen“… Und du fragst, wie man denn in einen Tag, der gefühlt eh schon 48 Stunden hat, noch solche Zeitinseln für sich einbauen soll. Inseln, wo man dann auch WIRKLICH runterkommt. Und wie ich das denn mache, gerade auch mit der Familie… und ob das nicht recht egoistisch ist… Und schon beim Lesen der ersten Sätze spüre ich deine Not, deine Verzweiflung. Auch Ungeduld in den Worten… Und du schreibst: „[…] ja, so viele sprechen davon, wie wichtig es ist, Zeit für sich zu haben. Doch wie soll es gehen? Wie bitte ist der Weg? Niemand sagt, wie es geht! […]“ … Sei nicht …

Du & Ich Liebe zum Kind

DU & ICH

Ganz allmählich wirst Du wach neben mir… und ich muss schmunzeln, denn eingeschlafen bist Du gestern in Deinem Bett. „Na, was machst Du denn hier?“ flüstere ich leise. Als Antwort bekomme ich patsch! einen Arm um den Hals geschmissen und zwei kleine kalte Füße in den Bauch gedrückt. Große Liebe. … ganz still liege ich da, möchte diesen Moment am liebsten in ein großes Einweckglas packen. Irgendwie. Und ein wenig später, wir liegen immernoch verkuschelt beisammen, höre ich Dir zu, als Du anfängst zu erzählen… von Deinem Traum letzte Nacht, Deinem Wackelzahn und wie ich den denn finde, von der Turnstunde gestern und dem Ballspiel mit dem Fangen und und und… Wachquatschen nenne ich gern, was Du da jeden Morgen mit mir machst. Und gleichzeitig ist es der schönste Start in den Tag, den ich mir vorstellen kann. Plötzlich springst Du auf, rennst los. Nur um gleich darauf mit der neuen Brotbox unterm Arm wieder vor meinem Bett zu stehen und weiter zu quatschen. Ohne Punkt und Komma. Ich ergebe mich verliebt und stehe auf. …

Soulfood Kartoffel und Pastinake Suppe

Zeit für Soulfood

Wie ich ihn liebe, diesen Herbst! So ganz und gar. So insgesamt. Das Kühle & Frische am Morgen, die Farben, das Licht, das Sehnsuchtsvolle irgendwie… Und besonders auch diese Momente am späten Nachmittag, wenn du noch draußen rumturnst, weil doch grad noch Sommer war – und irgendwie aber doch schon gleich die Sonne untergeht und dann nur noch diese Kälte da ist, die ein wenig aufdringlich in dich reinkriecht… Kennst Du das? Ich wickle mich dann gern noch etwas fester in meine zu dünne Jacke und genieße diese ganz eigene Vorfreude: Die auf zuhause… auf dieses wunderbare Gefühl, ein wenig müde und durchgefroren, aber glücklich den Schlüssel im Schloss umzudrehen. Nach Hause zu kommen. In mein Heim – zu Tee, Kuscheldecke und Duftkerze. UND einem wärmenden Essen, das nach einem langen Tag die Seele streichelt. Zeit für Soulfood Wie gestern zum Beispiel… Der Sohn und ich hatten genau SO einen langen Tag mit Kita und Sport und überhaupt – und als wir dann irgendwann mit Kälte und Müdigkeit in den Knochen daheim waren, gab es …

selbstbewusster werden

… selbstbewusster werden! Nicht (mehr) mein Weg.

Neulich wieder. Ich sitze beim Friseur und stöbere in Frauenzeitschriften. Wie ich das liebe!!! Alle paar Wochen… Aber egal. Was ich eigentlich sagen will – ich blättere gerade so in Zeitschrift XY, da springt mir in großen grellen Lettern entgegen: „Selbstbewusster werden! Ein Leitfaden in 5 Schritten.“ So oder so ähnlich stand es da… Ich merkte, wie plötzlich Wut in mir hochkochte. Dabei bin ich selbst ein Mensch, den man auf den ersten Blick wohl landläufig als „selbstbewusst“ bezeichnen würde. Schon als Kind, so erzählt man sich, habe ich „die Bühne“ geliebt. Habe gesungen und getanzt und keinerlei Scheu gezeigt. Und auch später, im Studium und im Job, drängelte ich mich gern in die erste Reihe, liebte es, vor Menschen zu stehen, zu sprechen, andere zu begeistern und etwas voranzubringen… Was also war gerade das Problem? Was machte mich so wütend? Scheinbar hatte mir mein Selbstbewusstsein doch geholfen, im Leben voranzukommen… „Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler.“  Ja, scheinbar war ich vorangekommen… Scheinbar. Aus heutiger Sicht würde ich mein …

aus dem Herzen leben

Aus dem Herzen heraus leben

Ich bin noch ganz verschwurbelt*, denn ich hatte Familienzeit. Man kann auch Urlaub sagen, aber mit dem Wort hab ich es persönlich nicht so… Da schwingt mir zu oft „Rettungsanker“, „Auszeit vom Leben“ oder auch ein tiefer Seufzer mit… Und ein „Das habe ich mir jetzt aber verdient!“ Und das ist es für mich so gar nicht. Deshalb habe ich es ein wenig umbenannt. Aber ich schweife ab… Ich hatte also Familienzeit. Und mein Herz hüpfte schon Tage vorher bei der Vorstellung, meine kleine Familie nicht nur am frühen Morgen und zum Abendessen bei mir zu haben (wenn überhaupt), sondern 24 Stunden! Und das viele Tage lang! Wobei: der Sohn ohne seine Kindergarten-Kumpels, der Mann ohne Termine, ich ohne meine Schreiberei… Würde das gutgehen? Familienzeit – Wie wird es sein? Meine Gedanken drehten Dauerschleife… Und ich fragte mich ernsthaft, was sie mir wohl sagen wollten. Ja, die „schönste Zeit des Jahres“ ist etwas, das viele Menschen herbeisehnen, worauf sie regelrecht das ganze Jahr hinleben (siehe oben)… Da sind Erwartungen im Spiel. Wie es sein soll. …

Kreuz und quer statt geradeaus

Kreuz und quer statt geradeaus

Wer mir in den sozialen Medien folgt, hat möglicherweise mitbekommen, dass ich letzte Woche Geschwistertime hatte… Mein Bruder & ich waren gemeinsam auf einem Konzert (hach, toll war‘s… aber ich schweife ab). Auf jeden Fall – es ging ewig nicht so richtig los… Also nutzten wir die Zeit sinnvoll und waren albern. Sehr albern. Und machten Fotos. Von unseren Füßen zum Beispiel. Und als ich mir ein paar Tage später eben diese Fotos anschaute (weil ich eigentlich etwas anderes suchte und nicht finden konnte;-)) – da war sie plötzlich, die Idee zu einem Beitrag. Zu diesem Beitrag. Unsere Füße. Auf dem einen Bild. Kreuz und quer… Und was hatten wir für einen Spaß, weil wir immerzu kurz vorm Umkippen waren… … Kreuz und quer statt geradeaus… eine wirklich gute Beschreibung dafür, wie sich alles aktuell so anfühlt… Und soll ich Dir etwas verraten? Es ist wunderbar! „Häää? Wie jetzt?“ wirst Du vielleicht denken… Ja, Du hast richtig gehört – es ist wunderbar!!! Unvorhersehbar wunderbar! … Denn genau darum geht es doch heute sooft in unserem …

Erfüllst du noch Erwartungen oder lebst du schon?

Lebst Du schon oder erfüllst Du noch Erwartungen?

Seit gefühlten Stunden werkle ich in meiner Küche herum. Ohne erkennbaren Grund – und was noch viel schlimmer ist: ohne erkennbare Fortschritte. Ich stelle Ding A nach B, dann Ding C nach D undsoweiterundsofort… Und überhaupt, immer diese Aufkleber auf dem Obst… Ist nicht wahr!!! Ich pule tatsächlich Aufkleber vom Obst?!?!?! Hab ich nix anderes zu tun??????????? Oh doch. Hab ich. Da wären Artikel zu schreiben, ein Kursabend vorzubereiten, E-Mails zu beantworten… Aber ich kann nicht. Ich bin blockiert. Und die innere Stimme streckt mir trotzig die Zunge raus: „Bäh!“ … Ich setze mich auf meine Bank im Wohnzimmer und nehme ein paar tiefe Atemzüge… Was ist da los? Warum bin ich so widerwillig? Ich liebe doch, was ich tue?! … Auch Minuten später mault die innere Stimme noch immer leise vor sich hin: „Bäh! Nein! Nein!! Und Nein!!!“ Doch ich bleibe geduldig. Ich bleibe dran. Schließe die Augen… Spüre Verspannungen im Nackenbereich, Kopfschmerzen… Und ein Strom von Gedanken ist da… Doch das Sitzen tut (trotz allem) gut… Der Kontakt mit mir tut gut… Später …

nationalpark hohe tauern

Vertraue dem Leben…

Letzte Woche waren wir für ein paar Tage in den Bergen. Spontan. Die Idee dazu hatten wir genau eine Woche davor. Besser gesagt – die Idee flatterte uns in Form einer E-Mail mit genau den richtigen Worten ins Haus und wenige Telefonate später war die Sache geritzt. Das mit dem Kofferpacken verdrängte ich erfolgreich – genau genommen bis zum Morgen der Abreise… und da siegte dann das Bauchgefühl und ich sammelte die Sachen zusammen, die sich richtig anfühlten und vertraute darauf, dass sich alles schon finden würde… Und das tat es dann auch. Im allerbesten Sinne… … denn schon am ersten Tag nach unserer Ankunft stolperten wir mehr oder weniger zufällig in ein ganz unerwartetes, zauberhaftes Abenteuer. Angedacht war eigentlich eine „geführte Wanderung zu einem Wasserfall“ – was daraus wurde, war ein Erlebnis der besonderen Art… Da wir mit Kind unterwegs waren, gab es von Anfang an die Devise „Wir schauen, was geht und wie es geht.“ … und unsere wunderbare Wander-Begleitung ließ sich voll und ganz ein – auf uns, den Kleinen und seine …

liebe ist bedingungslos

Was muss ich tun, um geliebt zu werden?

Zu Besuch bei meinen Eltern. Mittagszeit. Wir alle haben gut gegessen. Nun grinsen wir uns gegenseitig kurz an und dann verzieht sich jeder irgendwohin. Denn nach einem guten Mittagessen ist daheim am Wochenende RUHEZEIT… Jeder wie er will. Hauptsache ne Pause… Ich für meinen Teil schau mir mein Kind an, das den ganzen Vormittag draußen getobt hat und befinde, dass es eine gute Idee ist, mich mit ihm ins Bett zu kuscheln. Keine fünf Minuten später schläft der Räuber, obwohl er mir natürlich vorher noch mehrmals versichert hat, dass er KEIN BISSCHEN müde ist… Da liegt er nun, der süsse Kerl… Ich beobachte ihn noch eine Weile und schlafe wohl irgendwann darüber ein… … Ich werde wieder wach, als der Sohn über mich drüber aus dem Bett krabbelt. Er will zu Oma… Dann höre ich als nächstes die Türklingel. Dann Lachen. Dann meinen Bruder und seine Freundin. „Ach wie schön.“, denke ich und beschließe aufzustehen. Treppe runter, voll und ganz damit beschäftigt, die Augen nach dem Schläfchen irgendwie aufzubekommen,… steht da breit grinsend mein Bruder… …