Alle Artikel mit dem Schlagwort: Geschichten

Anja Neuberg

Voll verparkt!

Letzte Woche. Ich bin mit dem Auto unterwegs. Innen habe ich einen Zettel kleben mit den Stationen, wo ich überall hin muss und was ich da zu besorgen/abzugeben/zu tun habe. Brauch ich, sonst vergess ich die Hälfte… Station 345 (gefühlt) ist die Sparkasse. Kontoauszüge und Gedöns… Parkplatz frei? Ja, Parkplatz frei… Ich freue mich und rangiere da rein und als ich aussteigen will, stelle ich fest, dass ich die Tür nicht aufkriege. Ja, ich stehe perfekt in der vorgezeichneten Lücke, doch das Auto neben mir eben nicht – und anstatt so einzuparken, dass ich auch aussteigen kann, parke ich vorschriftsmäßig. Superperfekt zwischen den zwei weißen Balken. Da, wo das Auto rein soll. UND KANN NICHT AUSSTEIGEN… Und plötzlich fang ich echt laut an zu lachen, weil ich mir erstens vorstelle: „Wenn das jetzt jemand beobachtet?!“…  und ich lache, weil ich mich gerade selbst beobachte und mir denke, dass das so typisch für mich war – und manchmal halt immernoch ist… Egal, wie es mir geht,… Hauptsache vorschriftsmäßig gehandelt. Hauptsache so, wie es soll, wie es …

Wut

Lass dir deine Wut nicht gefallen

Neulich hatte ich einen Termin. Bei einer Behörde. Dies zu erwähnen macht Sinn – ich werde noch darauf zurückkommen. Ich stellte mir also am Abend vorher einen Wecker (nur für alle Fälle, eigentlich ist der Sohn ja eh schon immer sehr früh… ach lassen wir das). Ich legte meine Unterlagen zurecht, ebenso etwas „anständiges“ an Garderobe. Und dann kam der Tag. Mit dem Termin. In der Behörde. Ich war frisch geduscht, hatte alle geforderten Unterlagen dabei und lief pünktlich dort ein… und musste ins Wartezimmer. Dort saßen gefühlte 158 Menschen. Ich versuchte es mit einem Lächeln in die Runde. Nix. Keine Reaktion. Also setzte ich mich brav dazu. Mit meiner Nummer in der Hand. Und wartete. Irgendwann passierte es dann. Ein Mann, der recht eng an mir dran saß, begann mit seinem rechten Bein zu wippen. Vielleicht aus Ungeduld. Vielleicht auch aus Langeweile. Ich weiß es nicht. Was ich allerdings weiß, ist, dass mir DIESES Wippen nicht egal war… Ja, bereits bei der Vorstellung, auf eine Behörde zu müssen, hatte ich mich recht ordentlich verspannt. …

voll

Aus dem Leben eines Menschen im neuen Jahr

Das neue Jahr ist da. Aufbruchstimmung, Andersmachstimmung. Lustaufwasneues im neuen Jahr. Irgendwas liegt irgendwie in der Luft… Ich bin spazieren. Im Wald. Ach, diese Luft… Warum mach ich das nicht öfters? … Werde ich gleich mal mit auf die Liste nehmen: Mehr frische Luft 2017! Im Wald.  … Ist schon toll, wenn sich im Außen was tut. Da kann man sich gleich mal mit dranhängen… Neues Jahr, neues Glück. Vielleicht. Endlich. Diesmal wird es gelingen. Hab ja alle Möglichkeiten… mit so einem frischen neuen Jahr. … Erster Arbeitstag. Ich bin spät dran und stehe im Stau – und bleibe gelassen… Ha! Fühlt sich das guuut an… Bis gegen 11 am Vormittag läuft es. Ich bin entspannt. Mir kann keiner was. E-Mail-Postfach wird nur noch 2 Mal am Tag geöffnet. Was bin ich produktiv!! … Gegen 11:30 Uhr dann der erste „Rückfall“… Ein Kollege steht an meinem Schreibtisch. Ob ich denn nix von dem Termin mitbekommen habe. Ungeplant. In der nächsten Stunde. Kam doch ne Mail vorhin dazu… Ach so, naja… Mich gescheit vorbereiten? Zeitlich kaum …

Vom Innen und Außen

Von Montagen, Nebel, Herbst und vom Innen und Außen

Als ich heute Morgen aus dem Fenster schaute, war es neblig… So richtig neblig. Dick und undurchlässig hing das Zeug im Außen. In den Bäumen um uns herum… Wir wohnen direkt am Wald und so gibt mir der Blick aus dem Fenster gleich am Morgen oft einen ersten Kick für den Tag. Natur. Ruhe. Das Spiel der Jahreszeiten – aktuell farbenfrohes Durcheinander. Herrlich. Als ich aber HEUTE Morgen so aus dem Küchenfenster schaute, da formten sich diese Gedanken: „Iiiiiiiihhh, Nebel. Na toll! Montag. Kalt. Nebel. Heute hier noch KEIN Feiertag… blablablablablabla…“ Ich musste lächeln. Mal wieder über meinen Wildwuchs im Kopf. Und blieb am Fenster stehen. Und erlaubte mir, den Anblick zu genießen… Denn eigentlich war da ein ganz wohliges Gefühl in mir. Hüllte mich dieser Nebel in eine ganz zauberhafte morgendliche Wohlfühlstimmung… Und ich musste an Feenstaub denken. Und das war irgendwie schön. Und so blieb ich also stehen und entdeckte nach und nach schöne kleine Details in diesem Morgendlichenherbstnebelwunderanblick. Schaute zum Beispiel dabei zu, wie ein besonders schönes, farbiges Herbstblatt sich vom Baum …

Familie bleibt

Familie bleibt

Erster Tag nach einer Woche Auszeit ganz in Familie. Den liebe ich immer sehr. Diesen ersten Tag „danach“… Da herrscht irgendwie so eine besondere Stimmung… man duftet noch nach Sonne, nach Wind, nach Urlaub… ist braungebrannt, noch im Entspannungsmodus und toootal gelassen trotz Wäschechaos, … Gleichzeitig freut man sich, wieder, in seinem „Nest“ zu sein, zu wissen, wo man hinlangt, … Und es gibt endlich wieder genau das Essen, das man vor dem Urlaub nicht mehr sehen konnte. Kurz und gut: das Leben fühlt sich in den eigenen vier Wänden so frisch, entspannt und gelassen an wie wunderwo… Familie im Herzen Könnte man jetzt eigentlich so stehen lassen, … doch dann ist das Thema dieses Artikels verfehlt (siehe Überschrift)… und ausserdem: was soll ich sagen, die Beschreibung wird dem gestrigen Tag nicht gerecht… denn er bekam noch ne fette Sahnehaube obendrauf 😉 Unsere Nachbarn, längst schon zu Herzensmenschen für uns geworden, öffneten am Nachmittag ihr großes Gartentor und winkten uns rüber… Wiedersehen und Kaffee und Kuchen und Sekt, Wasserbomben bauen mit den Kids, quatschen, lachen, …

Zeit für Frühjahrsputz

Ich war wild entschlossen! Heute sollte es sein! Frühjahrsputz… In meiner Welt hieß das bisher immer: Ich will ALLES frühlingsfrisch… und zwar schnell. Effizient! Und am Ende schön wie in der Brigitte oder so! Konkrete Aufgaben unter anderem: Schrank ausmisten und auf Sommer umstellen, Fenster putzen, Wohnung KOMPLETT umdekorieren, alle Betten frisch beziehen, Staub weg, Müll raus, ach ja – die Küche VOLLSTÄNDIG innen und außen säubern… Ihr versteht. Nach ungefähr zwei Stunden stand ich dann gewohnheitsmäßig in einem Haufen aus Dingen, in einer Wohnung, die aussah, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Überall Chaos… Alles eingerissen. Und ich mit Gummihandschuhen mittendrin. Unglücklich. Unfertig. Genervt und geladen bis in die Haarwurzeln… In diesem Jahr läuft das irgendwie anders… ist mir aufgefallen. Ich hab mich dabei beobachtet, wie ich den Frühjahrsputz verteile… sozusagen auf mehrere Etappen. Sprich: Ich bin aktuell noch mittendrin. Das Ein oder Andere ist schon erledigt. Der Großteil noch nicht. Liegt daran, dass ich schon beim Schrankthema gebummelt hab. Kleidungsstücke in der Hand hatte, an denen eine Geschichte klebt. Eine schöne noch dazu… Und …