Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gedanken

Kreuz und quer statt geradeaus

Kreuz und quer statt geradeaus

Wer mir in den sozialen Medien folgt, hat möglicherweise mitbekommen, dass ich letzte Woche Geschwistertime hatte… Mein Bruder & ich waren gemeinsam auf einem Konzert (hach, toll war‘s… aber ich schweife ab). Auf jeden Fall – es ging ewig nicht so richtig los… Also nutzten wir die Zeit sinnvoll und waren albern. Sehr albern. Und machten Fotos. Von unseren Füßen zum Beispiel. Und als ich mir ein paar Tage später eben diese Fotos anschaute (weil ich eigentlich etwas anderes suchte und nicht finden konnte;-)) – da war sie plötzlich, die Idee zu einem Beitrag. Zu diesem Beitrag. Unsere Füße. Auf dem einen Bild. Kreuz und quer… Und was hatten wir für einen Spaß, weil wir immerzu kurz vorm Umkippen waren… … Kreuz und quer statt geradeaus… eine wirklich gute Beschreibung dafür, wie sich alles aktuell so anfühlt… Und soll ich Dir etwas verraten? Es ist wunderbar! „Häää? Wie jetzt?“ wirst Du vielleicht denken… Ja, Du hast richtig gehört – es ist wunderbar!!! Unvorhersehbar wunderbar! … Denn genau darum geht es doch heute sooft in unserem …

Erfüllst du noch Erwartungen oder lebst du schon?

Lebst Du schon oder erfüllst Du noch Erwartungen?

Seit gefühlten Stunden werkle ich in meiner Küche herum. Ohne erkennbaren Grund – und was noch viel schlimmer ist: ohne erkennbare Fortschritte. Ich stelle Ding A nach B, dann Ding C nach D undsoweiterundsofort… Und überhaupt, immer diese Aufkleber auf dem Obst… Ist nicht wahr!!! Ich pule tatsächlich Aufkleber vom Obst?!?!?! Hab ich nix anderes zu tun??????????? Oh doch. Hab ich. Da wären Artikel zu schreiben, ein Kursabend vorzubereiten, E-Mails zu beantworten… Aber ich kann nicht. Ich bin blockiert. Und die innere Stimme streckt mir trotzig die Zunge raus: „Bäh!“ … Ich setze mich auf meine Bank im Wohnzimmer und nehme ein paar tiefe Atemzüge… Was ist da los? Warum bin ich so widerwillig? Ich liebe doch, was ich tue?! … Auch Minuten später mault die innere Stimme noch immer leise vor sich hin: „Bäh! Nein! Nein!! Und Nein!!!“ Doch ich bleibe geduldig. Ich bleibe dran. Schließe die Augen… Spüre Verspannungen im Nackenbereich, Kopfschmerzen… Und ein Strom von Gedanken ist da… Doch das Sitzen tut (trotz allem) gut… Der Kontakt mit mir tut gut… Später …

liebe ist bedingungslos

Was muss ich tun, um geliebt zu werden?

Zu Besuch bei meinen Eltern. Mittagszeit. Wir alle haben gut gegessen. Nun grinsen wir uns gegenseitig kurz an und dann verzieht sich jeder irgendwohin. Denn nach einem guten Mittagessen ist daheim am Wochenende RUHEZEIT… Jeder wie er will. Hauptsache ne Pause… Ich für meinen Teil schau mir mein Kind an, das den ganzen Vormittag draußen getobt hat und befinde, dass es eine gute Idee ist, mich mit ihm ins Bett zu kuscheln. Keine fünf Minuten später schläft der Räuber, obwohl er mir natürlich vorher noch mehrmals versichert hat, dass er KEIN BISSCHEN müde ist… Da liegt er nun, der süsse Kerl… Ich beobachte ihn noch eine Weile und schlafe wohl irgendwann darüber ein… … Ich werde wieder wach, als der Sohn über mich drüber aus dem Bett krabbelt. Er will zu Oma… Dann höre ich als nächstes die Türklingel. Dann Lachen. Dann meinen Bruder und seine Freundin. „Ach wie schön.“, denke ich und beschließe aufzustehen. Treppe runter, voll und ganz damit beschäftigt, die Augen nach dem Schläfchen irgendwie aufzubekommen,… steht da breit grinsend mein Bruder… …

leben

Leben außerhalb der Norm

Gestern suchte ich *malwiederirgendwas*… und dabei fiel mir eine CD mit Bildern aus meiner Studentenzeit in die Hände… Darauf zu lesen: „Wir lebten eine Zeit lang außerhalb der Norm.“ Ich musste schmunzeln. Wir, das war damals ein Haufen von jungen Leuten, die der Zufall zusammengeführt hatte und die neugierig, offen, lebenshungrig und verrückt genug waren, eine Weile ihr Leben miteinander zu teilen… Denke ich heute an diese Zeit zurück, muss ich IMMER breit grinsen und bin erfüllt von riesengroßer Wärme und Dankbarkeit. In dieser Gemeinschaft nämlich durfte ich erfahren, wie es sich anfühlt ganz und gar lebendig zu sein – zusammen haben wir gelacht, getanzt, gelernt, gefeiert, gelitten, geredet, gezweifelt, geflucht und gemeinsam sind wir an unsere Grenzen gekommen… und gewachsen… … Irgendwann verließ ich diese Gemeinschaft und machte mich „allein“ auf den Weg. Und Stück für Stück kam ich an. In der Norm. Ich spürte genau, dass da irgendwas schief lief, konnte es aber nicht benennen. Viele der Wohlfühlmenschen von damals waren auch in dieser Lebensphase an meiner Seite – und war ich in …

weil es dich gibt

Weil es Dich gibt

Es passierte gestern. Im Schwimmbad. Ganz ohne Vorwarnung legte der Sohn im Wasser seine kleinen Arme um mich, drückte mich ungewohnt fest an sich und sagte: „My little darling. I love you.“ Ich schmolz dahin. Weniger, weil er es in diesem kindlich-niedlichen, wurschteligen Englisch sagte (das mit dem Englisch ist aktuell so ein Ding zwischen ihm und seinem Papa ;-)), sondern aufgrund der Tatsache, dass er es einfach so zwischendurch mal raushaute… Und mich dabei mit seinen wunderblauen Augen anstrahlte, als wäre Weihnachten und ich sein schönstes Geschenk. Ich hätte am liebsten die Zeit angehalten. Mitten in diesem Schwimmbad. Pure Momentlichkeit. … Viel später dann – es war mittlerweile Abend geworden und ich betrachtete den frisch eingeschlafenen Bub – da musste ich wieder schmunzeln. Wegen diesem schönen Augenblick zwischen uns… Und blieb noch ein wenig bei ihm sitzen und schaute und schaute und saß… und spürte, dass ich nicht loskam, weil eine (für mich wichtige) Erkenntnis reifte: Das, was er da im Schwimmbad zu mir gesagt hatte, war für ihn GENAU SO. In diesem Moment. …

Geschwisterglück

Geschwisterglück

Gar nicht so lange her, dass wir zusammen saßen… und ich mich mitten in unser Gespräch über *hunderttausendverschiedenesachen* hinein sagen höre: „Ich glaube, wir wären auch befreundet, wenn wir nicht verwandt wären.“ Kurz Ruhe. Dann Nicken. Ein breites Grinsen. Weiter. … Mein Bruder. Dieser Typ, der vor nunmehr 28 Jahren einfach so in mein komfortables Einzelkind-Leben platzte. Dieses Leben, das sich bis dahin ziemlich wunderbar eingespielt hatte. Nicht zuletzt auch deswegen, weil es sich in der Familie ganz und gar um meine Person drehte… Und nun plötzlich Geschwisterchen? Teilen? Dutzidutzi & Geschrei? Doof. Richtig doof… Und so schmollte und zankte und zeterte ich so manchen Tag in der Schwangerschaft meiner Mutter… bis mir meine Eltern schließlich im Dezember ´88 dieses Bündel Bruder in den Arm legten. Ich war hingerissen. Wirklich. Ich war hingerissen. Und stolz. Und verblüfft. Und glücklich. Von ganzem Herzen große Schwester.  … Die kleine Nervensäge und ich wurden unzertrennlich. Ein Herz und eine Seele. ER durfte mich supercoolen Teenie früh morgens nach der Disco wecken, obwohl ich noch völlig neben mir stand. …

Druck

Alles begann mit einem Wocheneinkauf: Vom wollen sollen

Es ist Samstag. Wir sind beim Wocheneinkauf im Supermarkt. Ich mit Zettel. Hoch konzentriert. Irgendwann taucht der Mann neben mir auf: „Schau mal, wenn wir hiervon zwei Stück kaufen, dann bekommen wir das dritte Stück dazu. Umsonst.“ Wir brauchen dieses Zweimalirgendwas nicht. Dreimal schon gar nicht… Dennoch gilt es, den Mann davon zu überzeugen. Und so dreht sich unser Gespräch in den darauffolgenden Minuten um dieses Zweimaldreimaldingens, das wir nicht brauchen… Irgendwann müssen wir lachen und gehen weiter… Und sitzen abends zusammen. Bei rotem Wein. Und reden… Ich liebe diese Quatschabende. Richtig schön ist das… Hat aber echt ne Weile gedauert, ehe wir uns das „getraut“ haben…Vielleicht schmunzelst du gerade, aber viele Jahre (und das ist mir erst richtig spät aufgefallen) war ich „20:15 Uhr-Sklave“. Egal, was es zu erledigen gab, was noch anstand – 20:15 Uhr musste es fertig sein, denn dann war im Land offiziell Feierabend, weil ja die Filme im Fernsehen anliefen… Dann war es offiziell erlaubt, sich auszustrecken. Füße hoch, Chips auf. VERDIENT! Ich hab da echt nie groß drüber nachgedacht, …

Danke an meine Leser

Kein Jahresrückblick

Das Jahr 2016 geht in die letzte Runde… und hier auf dem Blog war es die letzten Tage recht ruhig. Unangekündigt… „Blogpause“ – das Wort mag ich nicht, weil dieser Ort hier ohne Plan und Struktur existiert…  Ich wusste daher auch nicht, ob über Weihnachten etwas gesagt werden will oder nicht. Ob es Raum und Zeit geben würde. Ideen und Inspiration…  Ich habe es auf mich zukommen lassen. Wie immer… Heute jedoch war mir kurz nach dem Aufwachen schon klar, dass ich mich hier noch einmal zu Wort melden möchte. Nein, Jahresrückblicke liegen mir nicht… wird auch keiner hier werden… Was vorbei ist, ist vorbei – und was kommt, das weiß niemand… Es ist ein Danke, was mir im Herzen liegt… Ein Danke an euch, meine Leser… Dafür, dass ihr diese Plattform hier zum Leben erweckt habt. Dafür, dass ihr euch Zeit nehmt. Für meine Beiträge. Dafür, dass ihr mich teilhaben lasst an euren Gedanken, Gefühlen – auch an den Ängsten. Dafür, dass ihr wiederkommt.  Dafür, dass ihr bleibt. Dafür, dass ihr nicht nur die …

Lieblingsmonat Dezember

Dezember – Ich danke dir schon jetzt, du Lieblingsmonat…

Dezember – wenn ich ehrlich bin, mein liebster Monat… Dieses Irgendwas zwischen festlichem Weihnachtsgefühl, dem Wust an unterschiedlichsten Erwartungen, *HabichauchanallesgedachtNeMistichdrehdurchbaldis- Weihnachten*, Feiern, Feiern, Feiern und dem (manchmal auch etwas wehmütigen) Blick zurück auf`s Jahr… Es ergibt einen ganz eigenwilligen Stimmungsmix… Ganz viel Emotion auf einem Haufen ist da. Im Dezember. Herrlich. Ich hab dann oft das Gefühl, ich laufe über… Und für die schreibende Seele in mir ist es INSPIRATION PUR! Ich geh zum Beispiel über einen Weihnachtsmarkt und die Geschichten & Ideen stapeln sich regelrecht in meinem Kopf… … In diesem Jahr fühlt sich der Start in den Lieblingsmonat jedoch ganz besonders zauberhaft an und ist verbunden mit einem „Suche nicht Anja, alles schon da.“ Auch Antworten. Und zwar die, nach denen ich gefühlt wirklich schon lange gesucht habe…  Ein Beispiel: Mehr als zwei Jahre ist es nun her, dass ich aus dem Leben fiel. Und so oft werde ich gefragt, wie ich denn da raus gekommen bin, aus dieser Depression… Wie ich das gemacht habe und wie es mir nun geht. Sieht doch …

richtig leben

Vom richtigen Leben

Nur, damit du Bescheid weißt: Es ist jetzt morgens acht Uhr. Ich sitze in Jogginghose und mit meinen dicken Kuschelsocken daheim am Rechner und verfasse diesen Beitrag. Wach bin ich schon seit fünf, da der Sohn aktuell einfach fit ist um diese Zeit… *Händeüberdemkopfzusammenschlag* Ich bin 37 Jahre alt. Habe BWL und Germanistik studiert (und abgeschlossen *grins*). Und ich habe die meiste Zeit während des Studiums in der wohl schönsten Groß-WG auf der ganzen weiten Welt gelebt… Inspiration & Austausch & Freundschaft & Wohlfühlen pur! Das Leben war mein Freund in dieser Zeit… Ich habe es in all seiner Vielfalt spüren dürfen. Liebeskummer, Prüfungsstress, Geldknappheit, Zweifel, Sorgen, Selbstfindung… alles war dabei… Ich habe GELEBT! Und mir viele Dinge gedacht für mich. Für die Zukunft. Und hauptsächlich ging es darum, es irgendwie anders zu machen als die da draußen… Das „richtige“ Leben – damit konnte ich damals wenig anfangen. Das war mir ziemlich wurscht. Ich wollte MEIN Leben ganz allein erfinden. Gestalten. Ich war neugierig, randvoll mit Ideen, Lebenshunger, … Dann war das Studium irgendwann vorbei …