Alle Artikel mit dem Schlagwort: Beobachtung

Geschwisterglück

Geschwisterglück

Gar nicht so lange her, dass wir zusammen saßen… und ich mich mitten in unser Gespräch über *hunderttausendverschiedenesachen* hinein sagen höre: „Ich glaube, wir wären auch befreundet, wenn wir nicht verwandt wären.“ Kurz Ruhe. Dann Nicken. Ein breites Grinsen. Weiter. … Mein Bruder. Dieser Typ, der vor nunmehr 28 Jahren einfach so in mein komfortables Einzelkind-Leben platzte. Dieses Leben, das sich bis dahin ziemlich wunderbar eingespielt hatte. Nicht zuletzt auch deswegen, weil es sich in der Familie ganz und gar um meine Person drehte… Und nun plötzlich Geschwisterchen? Teilen? Dutzidutzi & Geschrei? Doof. Richtig doof… Und so schmollte und zankte und zeterte ich so manchen Tag in der Schwangerschaft meiner Mutter… bis mir meine Eltern schließlich im Dezember ´88 dieses Bündel Bruder in den Arm legten. Ich war hingerissen. Wirklich. Ich war hingerissen. Und stolz. Und verblüfft. Und glücklich. Von ganzem Herzen große Schwester.  … Die kleine Nervensäge und ich wurden unzertrennlich. Ein Herz und eine Seele. ER durfte mich supercoolen Teenie früh morgens nach der Disco wecken, obwohl ich noch völlig neben mir stand. …

Wut

Lass dir deine Wut nicht gefallen

Neulich hatte ich einen Termin. Bei einer Behörde. Dies zu erwähnen macht Sinn – ich werde noch darauf zurückkommen. Ich stellte mir also am Abend vorher einen Wecker (nur für alle Fälle, eigentlich ist der Sohn ja eh schon immer sehr früh… ach lassen wir das). Ich legte meine Unterlagen zurecht, ebenso etwas „anständiges“ an Garderobe. Und dann kam der Tag. Mit dem Termin. In der Behörde. Ich war frisch geduscht, hatte alle geforderten Unterlagen dabei und lief pünktlich dort ein… und musste ins Wartezimmer. Dort saßen gefühlte 158 Menschen. Ich versuchte es mit einem Lächeln in die Runde. Nix. Keine Reaktion. Also setzte ich mich brav dazu. Mit meiner Nummer in der Hand. Und wartete. Irgendwann passierte es dann. Ein Mann, der recht eng an mir dran saß, begann mit seinem rechten Bein zu wippen. Vielleicht aus Ungeduld. Vielleicht auch aus Langeweile. Ich weiß es nicht. Was ich allerdings weiß, ist, dass mir DIESES Wippen nicht egal war… Ja, bereits bei der Vorstellung, auf eine Behörde zu müssen, hatte ich mich recht ordentlich verspannt. …

Moment

Schnuten-Tag

Heute ist Schnuten-Tag! Du weißt nicht, was das ist? Nun, so hab ich die Tage getauft, an denen alles doof ist. Eine Schnute gezogen wird. Und zwar VON MIR! Beim morgendlichen Blick aus dem Fenster zum Beispiel. Wetter bäh! Oder, weil die Milch alle ist. Oder, weil jemand anderes MEINE Lieblingstasse eingesaut hat. Oder oder oder… Jaaaa, ich weiß – annehmen und so – aber mal ehrlich, ich kann das heute nicht wegatmen! Und der Januar, der tut sein übriges. Der macht es einem auch nicht gerade leichter… Also mir. Mir macht er es nicht leichter… Die besinnliche Weihnachtskuschelmuggelzeit, die ich so liebe, ist vorbei. Und nun: ZACK! Neues Jahr. Und ich? Schlurfe in den Keller und dekoriere schweren Herzens meine hundert Wohlfühlweihnachtssachen ab und bin traurig.  Und dann ist es leer in der Wohnung.  … Tulpen mag ich noch nicht, Weihnachtssterne mag ich nicht mehr… Und überhaupt ist es a…kalt da draußen und so früh dunkel und entweder is mir zu warm, weil ich mit fünf Schichten Klamotten im Supermarkt stehe oder zu kalt, weil ich …

Druck

Alles begann mit einem Wocheneinkauf: Vom wollen sollen

Es ist Samstag. Wir sind beim Wocheneinkauf im Supermarkt. Ich mit Zettel. Hoch konzentriert. Irgendwann taucht der Mann neben mir auf: „Schau mal, wenn wir hiervon zwei Stück kaufen, dann bekommen wir das dritte Stück dazu. Umsonst.“ Wir brauchen dieses Zweimalirgendwas nicht. Dreimal schon gar nicht… Dennoch gilt es, den Mann davon zu überzeugen. Und so dreht sich unser Gespräch in den darauffolgenden Minuten um dieses Zweimaldreimaldingens, das wir nicht brauchen… Irgendwann müssen wir lachen und gehen weiter… Und sitzen abends zusammen. Bei rotem Wein. Und reden… Ich liebe diese Quatschabende. Richtig schön ist das… Hat aber echt ne Weile gedauert, ehe wir uns das „getraut“ haben…Vielleicht schmunzelst du gerade, aber viele Jahre (und das ist mir erst richtig spät aufgefallen) war ich „20:15 Uhr-Sklave“. Egal, was es zu erledigen gab, was noch anstand – 20:15 Uhr musste es fertig sein, denn dann war im Land offiziell Feierabend, weil ja die Filme im Fernsehen anliefen… Dann war es offiziell erlaubt, sich auszustrecken. Füße hoch, Chips auf. VERDIENT! Ich hab da echt nie groß drüber nachgedacht, …

voll

Aus dem Leben eines Menschen im neuen Jahr

Das neue Jahr ist da. Aufbruchstimmung, Andersmachstimmung. Lustaufwasneues im neuen Jahr. Irgendwas liegt irgendwie in der Luft… Ich bin spazieren. Im Wald. Ach, diese Luft… Warum mach ich das nicht öfters? … Werde ich gleich mal mit auf die Liste nehmen: Mehr frische Luft 2017! Im Wald.  … Ist schon toll, wenn sich im Außen was tut. Da kann man sich gleich mal mit dranhängen… Neues Jahr, neues Glück. Vielleicht. Endlich. Diesmal wird es gelingen. Hab ja alle Möglichkeiten… mit so einem frischen neuen Jahr. … Erster Arbeitstag. Ich bin spät dran und stehe im Stau – und bleibe gelassen… Ha! Fühlt sich das guuut an… Bis gegen 11 am Vormittag läuft es. Ich bin entspannt. Mir kann keiner was. E-Mail-Postfach wird nur noch 2 Mal am Tag geöffnet. Was bin ich produktiv!! … Gegen 11:30 Uhr dann der erste „Rückfall“… Ein Kollege steht an meinem Schreibtisch. Ob ich denn nix von dem Termin mitbekommen habe. Ungeplant. In der nächsten Stunde. Kam doch ne Mail vorhin dazu… Ach so, naja… Mich gescheit vorbereiten? Zeitlich kaum …

Ruhestifter

Wochenglück-Rückblick 171216

Was hat dich in dieser Woche glücklich gemacht? Diese Frage stellt sich regelmäßig die liebe Denise auf ihrem Blog www.fraeulein-ordnung.de … Und ganz bewußt bin ich in dieser Woche wieder dabei… Denn Hand auf`s Herz: Besinnliche Vorweihnachtszeit? Wer von euch nickt denn da ganz entspannt und sagt “Jepp. Hab ich.”  … Eben. Und daher möchte ich euch mit diesem Beitrag ermuntern und einladen, ganz bewußt den Fokus weg von all den Erwartungen, dem damit verbundenen Stress, der Hektik und dem Konsum in der Vorweihnachtszeit – hin auf diese magischen kleinen Momente dazwischen zu legen 😉  Den Zauber dieser besonderen Zeit zuzulassen…  Ich hab letzte Woche schon mal geübt & nehme euch nun gern mit auf meinen ganz persönlichen kleinen Wochenglück-Rückblick… Der erste Stollen. Ich sage euch, dieser Moment, wenn ich in der Adventszeit das erste Stückchen von meinem Lieblingsstollen auf dem Teller habe … Allein schon dieser einmalige Geruch. Und dann die ganz besonders dicke Zucker-Butter-Schicht oben drauf, die nur der Bäcker da um die Ecke von daheim so hinbekommt… und die immer runterfällt, wenn ich reinbeiße… …

Halllo Klarheit

Hallo Klarheit*

Die Liste… Wo ist nur die Liste mit den Sachen, die für den Geburtstag noch zu erledigen sind? Und irgendwo war doch auch der Zettel mit den Seminar-Terminen, die ich gestern besprochen hatte… … Ein typischer Montag. Noch nicht allzu lange her 😉 Bei mir immer der Tag, an dem ich mit verschiedensten Hilfsmitteln geduldig versuchte, einen Überblick über die anstehende Woche zu bekommen… Ja, ich bin ein „ImHierundJetztMensch“… Pläne mag ich nicht besonders… Erwartungen, Verpflichtungen, Leistungsdenken, das Wort „müssen“… Alles nicht so meins… Und so kam es in der Vergangenheit immer wieder dazu, dass ich mich getrieben fühlte. Meinen Kalender am PC offen hatte, parallel dazu aus Taschen und Unterlagen Listen und Zettel zusammensuchte, auf denen Dinge notiert waren, die eine Relevanz für die Woche (und darüber hinaus) hatten… und in Smartphone und Geldbeutel herumkramte – denn auch da fanden sich ab und an auch noch wertvolle Stichworte zur Woche… Ach ja, dann noch den Mailaccount gecheckt… Hmpf. … Mit fortschreitender Achtsamkeitspraxis jedoch traten interessante Dinge ans Licht… Neue Themen spazierten sozusagen „Hand in …

Lieblingsmonat Dezember

Dezember – Ich danke dir schon jetzt, du Lieblingsmonat…

Dezember – wenn ich ehrlich bin, mein liebster Monat… Dieses Irgendwas zwischen festlichem Weihnachtsgefühl, dem Wust an unterschiedlichsten Erwartungen, *HabichauchanallesgedachtNeMistichdrehdurchbaldis- Weihnachten*, Feiern, Feiern, Feiern und dem (manchmal auch etwas wehmütigen) Blick zurück auf`s Jahr… Es ergibt einen ganz eigenwilligen Stimmungsmix… Ganz viel Emotion auf einem Haufen ist da. Im Dezember. Herrlich. Ich hab dann oft das Gefühl, ich laufe über… Und für die schreibende Seele in mir ist es INSPIRATION PUR! Ich geh zum Beispiel über einen Weihnachtsmarkt und die Geschichten & Ideen stapeln sich regelrecht in meinem Kopf… … In diesem Jahr fühlt sich der Start in den Lieblingsmonat jedoch ganz besonders zauberhaft an und ist verbunden mit einem “Suche nicht Anja, alles schon da.” Auch Antworten. Und zwar die, nach denen ich gefühlt wirklich schon lange gesucht habe…  Ein Beispiel: Mehr als zwei Jahre ist es nun her, dass ich aus dem Leben fiel. Und so oft werde ich gefragt, wie ich denn da raus gekommen bin, aus dieser Depression… Wie ich das gemacht habe und wie es mir nun geht. Sieht doch …

richtig leben

Vom richtigen Leben

Nur, damit du Bescheid weißt: Es ist jetzt morgens acht Uhr. Ich sitze in Jogginghose und mit meinen dicken Kuschelsocken daheim am Rechner und verfasse diesen Beitrag. Wach bin ich schon seit fünf, da der Sohn aktuell einfach fit ist um diese Zeit… *Händeüberdemkopfzusammenschlag* Ich bin 37 Jahre alt. Habe BWL und Germanistik studiert (und abgeschlossen *grins*). Und ich habe die meiste Zeit während des Studiums in der wohl schönsten Groß-WG auf der ganzen weiten Welt gelebt… Inspiration & Austausch & Freundschaft & Wohlfühlen pur! Das Leben war mein Freund in dieser Zeit… Ich habe es in all seiner Vielfalt spüren dürfen. Liebeskummer, Prüfungsstress, Geldknappheit, Zweifel, Sorgen, Selbstfindung… alles war dabei… Ich habe GELEBT! Und mir viele Dinge gedacht für mich. Für die Zukunft. Und hauptsächlich ging es darum, es irgendwie anders zu machen als die da draußen… Das „richtige“ Leben – damit konnte ich damals wenig anfangen. Das war mir ziemlich wurscht. Ich wollte MEIN Leben ganz allein erfinden. Gestalten. Ich war neugierig, randvoll mit Ideen, Lebenshunger, … Dann war das Studium irgendwann vorbei …

Rezept Butterplätzchen

Auf die Kindheit! Auf das Leben! Auf Mamas Plätzchen-Rezept!

Eigentlich sollte dies ein Plätzchen-Rezept-Beitrag werden… so der Plan. Doch daraus wurde nix, denn so viel mehr beschäftigte mich… Aber von vorn: Kennst du das Gefühl, wenn du „lange“ weg warst und endlich wieder daheim bist… Wohlfühlmodus… Kerze an, dicke Wollsocken, Dschungelbuch-Film rein und mit den Liebsten auf`s Sofa kuscheln… Oder so ähnlich 😉 Also dieses Gefühl – du weißt schon … Jedenfalls genoss ich genau das am letzten Wochenende,… Ich war einige Tage unterwegs gewesen, auf den Spuren der Achtsamkeit… mit wunderbaren Kollegen… und Freitagabend dann daheim, als der Kleine im Bett war, erzählte ich meinem Mann davon, wie schön das gewesen war… Und davon, wie wunderbar es sich nun anfühlte, wieder da zu sein… und dann sprachen wir über dies und das und über uns und über Familie und über diese besondere Zeit, die jetzt so langsam anbricht… diese Zeit, in der man eher ein wenig in sich geht… drinnen bleibt, die langen Abende genießt… Diese Zeit, in der das Jahr so langsam seinen Ausklang findet… und plötzlich poppte in mir eine Erinnerung …