Der feine Unterschied.
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Dezember – Ich danke dir schon jetzt, du Lieblingsmonat…

Lieblingsmonat Dezember

Dezember – wenn ich ehrlich bin, mein liebster Monat… Dieses Irgendwas zwischen festlichem Weihnachtsgefühl, dem Wust an unterschiedlichsten Erwartungen, *HabichauchanallesgedachtNeMistichdrehdurchbaldis-
Weihnachten*, Feiern, Feiern, Feiern und dem (manchmal auch etwas wehmütigen) Blick zurück auf`s Jahr… Es ergibt einen ganz eigenwilligen Stimmungsmix…

Ganz viel Emotion auf einem Haufen ist da. Im Dezember. Herrlich. Ich hab dann oft das Gefühl, ich laufe über… Und für die schreibende Seele in mir ist es INSPIRATION PUR! Ich geh zum Beispiel über einen Weihnachtsmarkt und die Geschichten & Ideen stapeln sich regelrecht in meinem Kopf…

In diesem Jahr fühlt sich der Start in den Lieblingsmonat jedoch ganz besonders zauberhaft an und ist verbunden mit einem „Suche nicht Anja, alles schon da.“ Auch Antworten. Und zwar die, nach denen ich gefühlt wirklich schon lange gesucht habe… 

Ein Beispiel:

Mehr als zwei Jahre ist es nun her, dass ich aus dem Leben fiel. Und so oft werde ich gefragt, wie ich denn da raus gekommen bin, aus dieser Depression… Wie ich das gemacht habe und wie es mir nun geht. Sieht doch alles ganz fein aus. So auf den ersten Blick… 

Wieder gesund. Prima. Gut gemacht. Zack! Weitermachen!

Und das sind dann Situationen, in denen ich mich fühle wie vom Laster überrollt. Und ich fange an zu denken und zu denken, wie ich beschreiben könnte, was mit mir passiert ist und immer noch passiert… wie sich das anfühlt und was ich heute „Leben“ nenne…  Und es gelingt nicht. Ich kann nicht ausdrücken, was ich eigentlich sagen will…Und weiß, dass es am Denken liegt…

Und ganz leise höre ich dann meine innere Stimme: „Anja, vertraue dem Prozess…“ Und ich sage nix. Weil ich nix zu sagen habe. Bestimmt wirkt das manchmal etwas crazy und unbeholfen auf mein Gegenüber… Ist dann eben so. 

Doch flupp, kaum Dezember… da finden mich die „richtigen“ Worte auf diese Frage,… 
Wie es mir geht? Ich glaube, Kapitel vier … 😉 

Portia Nelson: Eine Autobiographie in fünf Kapiteln

Kapitel eins

Ich gehe die Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren……. Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder herauszukommen.

Kapitel zwei

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

Kapitel drei

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein… aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß, wo ich bin.
Es ist meine eigene Schuld.
Ich komme sofort heraus.

Kapitel vier

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe darum herum.

Kapitel fünf

Ich gehe eine andere Straße.

 

 

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