Der feine Unterschied.
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Wortlos

Meine Worte. Sie wollen nicht mehr raus. In meinem Kopf schon zu Sätzen gebaut, standen sie in Reih und Glied am Ausgang, … und dann hielt die Welt den Atem an…

Seitdem rennen meine Worte wild durcheinander, verstecken sich, laufen weg vor mir – verweigern schlicht ihr Erscheinen.

Und wenn ich sie dann vorwurfsvoll anschaue, fragen sie mich, was sie denn da draußen sollen, was sie denn ausrichten können. In dieser Welt. In dieser Zeit. Und ich werde wütend und fauche ihnen entgegen, dass es gerade jetzt auf sie ankommt. Dass ich sie brauche. Dass es gerade jetzt wichtig ist, dass sie ihren Weg zu den Menschen finden. Um Mut zu machen, um beizustehen, um Mitgefühl auszudrücken…

Nichts. Meine Worte wollen nicht. Sie seien zu schwach, sagen sie. Sie seien doch morgen schon wieder vergessen, sagen sie. „Wer will uns denn schon. Wir sind doch nur Worte. Nur Worte…“ Und so lassen sie mich traurig und schweigend zurück… seit Tagen schon…

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4 Kommentare

  1. Andrea sagt

    Ach ja, das kannst Du Deinen Worten bei Gelegenheit mal in Erinnerung rufen:

    „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ (Joh 1,1-3)

    🙂

  2. Andrea sagt

    mmhhh, was für Nicht-Worte… hast Du schon jemanden gefunden, der die Musik zu diesem Songtext komponiert? 😉

    Herzliche Grüße aus Berlin,
    Andrea

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